Havelberg l Einige Produkte aus der Region sind schon seit längerem im Regionalladen des Vereins „denkMal und Leben“ zu haben. Zum Beispiel die Nudeln, die Angelika Wilke in ihrer Nudelwerkstatt in Hilmsen in der Westaltmark herstellt. In verschiedenen Geschmacksrichtungen sind sie zu haben, zum Beispiel mit Basilikum, Steinpilzen, Lauch und Spinat. Andere Produkte sind neu hinzugekommen. Das Angebot hat sich in den vergangenen Monaten erweitert, berichtet Vereinsvorsitzende Ute Schröter.

In der Domkurie D8 unweit vom Havelberger Dom hat sich der Regionalladen etabliert. Ebenso das Café. Erst recht, seit es im gegenüberliegenden Krankenhaus keine Cafeteria mehr gibt, wird das Angebot des Vereins gern genutzt. Deshalb wird neben Kaffee und selbst gebackenem Kuchen auch Herzhaftes als Imbiss serviert. Domherrnsuppe zum Beispiel. Vegan – wer Wurst oder Käse dazu haben möchte, bekommt das auch. „Aber so müssen wir niemanden wegschicken“, erklärt Ute Schröter.

Das Café bleibt dieses Mal auch in der Wintersaison geöffnet. Nur im Januar wird es für zwei Wochen geschlossen. Dort gibt es inzwischen drei Arbeitsplätze. Neben Evelyn Schleusner sind Heike Schmidt und Simone Weber dort tätig. Sie teilen sich die täglichen Öffnungszeiten inklusive Wochenende von 13 bis 17 Uhr. Wenn Hilfe erforderlich ist, etwa bei Veranstaltungen, helfen auch Ilse Luksch, die fürs Hauskeeping zuständig ist, und Marion Dietsche, die sich um den Garten kümmert, mit aus. Da öfter Anfragen zum Frühstück im Café kommen, überlegt der Verein, dieses Angebot in der neuen Saison mit aufzunehmen. Den Feriengästen in dem rund 300 Jahre alten Fachwerkhaus wird das ohnehin schon geboten. Die Erweiterung des Regionalladens macht das leichter. Denn im Prinzip ist fast alles dafür vorhanden.

Marmeladen von Annemarie Püschel aus Havelberg sowie Elke Semmler aus Stüdenitz, die zudem Energieplätzchen, Kombucha- und Filzprodukte herstellt, Wurst aus Kletzke, Äpfel vom Obsthof Peters aus Werben, Tee vom Hollerbuschhof von Nicole Nikolaus aus Groß Schwarzlosen, Honig aus Warnau von Imker Burkhard Pieper, Hanf-Tee, -Öl und Schokoriegel von Familie Wöllner, gerösteter Buchweizen als salzige und süße Variante etwa für Salat und Müsli aus der Leinölmühle Parchen und Kyritzer Fruchtsäfte zählen zum Angebot. Der Wunsch nach Bio-Produkten wächst stetig – der Domkurien-Verein wird dem immer mehr gerecht. Hinzu kommen Filzprodukte wie die umfilzte Seife von Marion Hanff, beleuchtete Weihnachtssterne von Gudrun Riewoldt, Keramik von Ute Schröter und das Altmark-Buch „In the Middle of Nüscht“. Mit den Äpfeln aus dem Elbestädtchen Werben ist mit Beginn des Monats November nun auch die Bratapfel-Saison eröffnet worden.