Havelberg l Die Stadtwerke als Betreiber der Einrichtung haben einen Pool-Lift angeschafft. „Jetzt können wir wieder öfter hierher kommen“, freut sich Maritta Hamann und meint mit „wir“ noch ihren erwachsenen Sohn Tino, der im Rollstuhl sitzt. Mehrere Jahre sind sie nicht mehr im Havelberger Freibad gewesen, denn aufgrund seiner körperlichen Behinderung kann Tino das Wasserbecken nicht von alleine verlassen und ist es auch schwer, ihn ohne Hilfsmittel dort wieder herauszuholen.

Einfache Handhabung

Dieses Hilfsmittel ist mit dem Pool-Lift nun vorhanden. Mit dessen Hilfe können Rollstuhlfahrer auf einem Sitz ins Wasser gelassen und später aus diesem auch wieder herausgeholt werden. „Die Bedienung des Gerätes ist ganz einfach, jeder der Mitarbeiter des Bades kann damit umgehen. Hilfebedürftige oder deren Angehörige müssen sich nur bei uns melden“, macht Schwimmmeisterin Tabea Techel aufmerksam. Sie glaubt auch, dass der Lift bei Förderschülern und Bewohnern des DRK-Heimes Julianenhof gut ankommen könnte.

Mehrere Lifte getestet

Die Auswahl eines Pool-Liftes – die Anschaffung war schon länger geplant – erwies sich allerdings als nicht ganz so einfach. „Wir haben bereits in der Vorjahressaison Angebote von mehreren Anbietern eingeholt und die Lifte dann hier getestet“, berichtet Tabea Techel. „Doch die meisten sind durchgefallen: Zu schwer, zu kleine Rollen für die Verhältnisse in unserem Bad und anderes mehr.“ Schließlich fiel die Wahl auf den jetzigen Lift mit relativ großen Rollen, akzeptablem Gewicht und einfacher Handhabung.