Rege Diskussionen in Klietz und Wust zur Entscheidung über die Grundschulstandorte

"Fehler nicht noch einmal wiederholen"

Von Ingo Freihorst 19.09.2013, 03:15

Mehrere Gemeinderäte befassten sich am Dienstagabend mit der Schulplanung. Und zum Thema Außenstellen bekam Bernd Witt ein Schreiben aus dem Ministerium.

Elbe-Havel-Land l Einziges Thema der Sitzung in Klietz war der Beschluss des Verbandsgemeinderates zum Thema. "Es gab Ungereimtheiten", fand Eberhard Wienmeister, der stellvertretende Bürgermeister. So sei es ein Unding, dass die Scharlibber nach Sandau sollen, außerdem sei die Finanzierung nicht abgesichert.

Mit der erhofften Förderung sei die Investition in Schönhausen in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro von den Kommunen kaum tragbar, ohne Förderung erst recht. "Dann ist unser Konsolidierungskonzept hinfällig", meinte der Klietzer. Auch befürchtet er, dass Schönhausen nach der Investition bevorzugt wird, sollten weitere Schulen schließen müssen.

Schon bei den Sekundarschulen sei damals der Fehler begangen worden, Randstandorte erhalten zu wollen - mit dem Effekt, dass die Verbandsgemeinde nun gar keine mehr habe, erinnerte Stefan Kertz. Bevor Millionen Euro investiert würden, müssen erst einmal die vorhandenen Kapazitäten ausgeschöpft werden.

Das Problem ist die Kita

Das Problem in Schönhausen sei die Tagesstätte und nicht die Schule - diese sei sehr wohl gut ausgestattet, gab Verbandsbürgermeister Bernd Witt zu bedenken. Er informierte auch zum Thema Außenstellen: An dem Tage hatte er ein Schreiben vom Kultusministerium erhalten, aus dem hervorgeht, dass Außenstellen nur unter einer Bedingung eingerichtet werden können. Und zwar nur aufgrund fehlender Räumlichkeiten der aufnehmenden Schule. "Ziel der Schulentwicklungsplanung sind bestandssichere Schulen ohne Außenstellen!" hieß es in der Mail des zuständigen Referenten. Die Schulen in Sandau und Klietz verfügen über genügend Plätze für die Schollener.

Widerspruch gegen den Beschluss kam auch auf der Sitzung in Wust. Bürgermeister Bodo Ladwig erklärte, dass die Klietzer Schule ohne Investitionen genutzt werden könnte. Klaus Wittmüß meinte, dass mit dem Beschluss die Verschuldung der Kommunen noch weiter steigen werde. Die Schule Wust soll so lange als möglich erhalten bleiben, dem stimmte auch der Rat zu.