Hohengöhren l So ziemlich jede Woche waren die Aktiven und ihr Verein gefordert, denn immerhin 55 Veranstaltungen hatten im Vorjahr 2019 stattgefunden – inklusive der elf Einsätze. Neben der Öffentlichkeitsarbeit wie dem Tag der offenen Tür, den Traditionsfeuern oder dem Nachtaktivenpokal listete der Wehrleiter in seinem Bericht dazu auch die Lehrgänge und den Besuch der Atemschutzstrecke in Arneburg auf.

Das Einsatzspektrum war breit gefächert, es gab Unfälle mit Personenschäden sowie diverse Sturmschäden und Brände. Dass die Wehr in der Arbeitszeit nicht immer einsatzbereit ist, bewies die Einsatzübung am 2. September – da kam nämlich niemand zum Gerätehaus. Insgesamt wurden bei den Einsätzen 178 Stunden geleistet.

Zwei neue Aktive stärken die Reihen

Mandy Isental und René Utech verstärken seit dem Vorjahr die Reihen der Aktiven, freute sich Florian Meyer. Karsten Seidler wechselte von der aktiven in die Altersabteilung. Mit einem Durchschnittsalter von 39,4 Jahren sei man recht gut aufgestellt.

Derzeit kann der Wehrleiter auf 23 Aktive zählen, insgesamt hat die Wehr 31 Mitglieder, darunter neun Frauen. Vier ehemalige Aktive sind in der Alters- und Ehrenabteilung.

Ein Tag mehr für die Ausbildung

Im Vorjahr gab es eine Neuerung: Es wurde ein zusätzlicher Tag für die theoretische Ausbildung eingeführt, was gut ankam. Informiert wurde unter anderem über das hydraulische Rettungsgerät, wobei die Nachbarwehr aus Schönhausen aushalf. Zudem wurden diverse Lehrgänge besucht: Trupp- und Gruppenführer-Ausbildung, Atemschutz, Maschinist und Notfall-Türöffnung zählte der Wehrleiter auf. Funk, technische Hilfe und Sägelehrgang sollen dieses Jahr folgen. Die Funkausbildung wurde bereits absolviert, ebenso der Kampfrichterlehrgang, an dem zwei Hohengöhrener teilnahmen.

Sechs Aktive der Wehr sind in der technischen Hilfe ausgebildet, es gibt fünf Gruppen- und einen Zugführer, sieben Atemschutzgeräteträger sowie drei Kampfrichter. Die Beteiligung an der Ausbildung habe sich deutlich gebessert, freute sich Florian Meyer.

Durchschnittsalter beträgt fast 40 Jahre

Mit Hilfe der Verbandsgemeinde wurde die Ausstattung verbessert: Es gab unter anderem zwei Atemschutztaschen, zehn Schutzhandschuhe für die technische Hilfe sowie einen Drucker und einen Laptop.

Beim Feuerwehrsport sind die Hohengöhrener wie einst zu DDR-Zeiten wieder eine Macht: Beim Kreisausscheid wurde ein guter 5. Platz belegt, Wettkämpfe wurden aber auch in Tryppehna bei Möckern und in Gladigau besucht – wobei teils die Klietzer aushalfen. Dank des Fördervereins und vieler Helfer war man wieder Ausrichter des Nachtaktivenpokals, wobei sich 18 Teams beteiligten – und beide Gastgebermannschaften siegten.

Obwohl der Haushalt aus allen Nähten platzt und es Abstriche geben musste, stehe der Verbandsrat voll hinter den Wehren, erklärte Dienstherrin Steffi Friedebold. Für Hohengöhren sind ein Erste-Hilfe-Rucksack, Schutzhandschuhe und Einsatzbekleidung eingeplant – letztere für Waldbrände auch in dünnerer Ausführung.

Zwei Lkw-Führerscheine werden dieses Jahr von der Verbandsgemeinde gefördert, zudem wird ein Gerätewart eingestellt, der sich auch um die neue Kleiderkammer in Wust kümmern soll – was die Wehren enorm entlastet.

„Mit dem Nachtaktivenpokal haben wir als Förderverein gezeigt, dass wir hier in Hohengöhren etwas auf die Beine stellen können“, hob Vorsitzender Peter Hackel in seinem Bericht hervor. Die Aktion habe der Wehr auch Zuwachs beschert. Zudem sei der seit zehn Jahren bestehende Verein für öffentlichen Aktionen wie die Traditionsfeuer zuständig.