Warnau l „Ich bin stolz auf euch und auf das, was wir als kleine Feuerwehr erreicht haben“ – mit diesen Worten beendete Ortswehrleiter Hans-Jürgen Albrecht am Sonnabend auf der Jahreshauptversammlung sichtlich bewegt seinen letzten Bericht. Zuvor hatte er seine Zeit in der Wehr kurz Revue passieren lassen: Der schwere Start nach der Wende, als so mancher arbeitslos und damit die Wehr für ihn unwichtig wurde. Den Amtsantritt des leider verstorbenen Heiko Deich 1990, dessen Stellvertreter Hans-Jürgen Albrecht wurde. 1995 kam das erste Einsatzfahrzeug der Wehr, welche bis dahin nur einen Hänger ihr Eigen nannte. Weshalb ein neues Gerätehaus her musste, was zum Einheitsfeiertag 1996 übergeben wurde. Ein Jahr später dann die Gründung der Jugendwehr, zudem kam eine neue Motorspritze.

Zusammen mit Stellvertreter Ingo Harmuth leitete Hans-Jürgen Albrecht seit 2001 als achter Wehrleiter die Ortswehr. Es folgte ein Aufschwung, sogar ein Frauenteam wurde beim Löschangriff ins Rennen geschickt. Traditionsfeuer wurden eingeführt, die Wehr fester Bestandteil im Dorfleben. Vor zwei Jahren wurde dann noch das Gerätehaus in Eigenregie umfassend saniert.

Gute Zusammenarbeit

Bürgermeister Bernd Poloski lobte das gute Zusammenwirken aller Ortswehren der Einheitsgemeinde, so konnten bislang alle Einsätze trotz dünner Personaldecke gemeistert und sogar länderübergreifend geholfen werden. Weil der Negativtrend anhält, werden künftig verstärkt immer mehrere Wehren zu größeren Einsätzen alarmiert. Weshalb die Nachwuchsgewinnung weiterhin äußerst wichtig sei.

Poloski als Dienstherr berief den alten Wehrleiter ab und Tobias Gratzke als dessen Nachfolger in das verantwortungsvolle Ehrenbeamtenverhältnis. Letzterer musste zuvor als Gerätewart abberufen werden, dieses Amt wird künftig Thomas Henningsen versehen.

Neuer Gerätewart ist Thomas Henningsen

Tobias Gratzke ist 41 Jahre alt, der Familienvater arbeitet als hauptberuflicher Feuerwehrmann in der Feuerwache des Klietzer Bundeswehr-Übungsplatzes. Seit 2001 ist er Mitglied der Warnauer Feuerwehr, die Amtsdauer des Wehrleiters beträgt sechs Jahre.

In seinem Bericht listete der einstige Wehrleiter für 2018 immerhin sechs Einsätze auf, was für Warnau recht viel sei (dazu in Kürze mehr). Derzeit hat die Ortswehr 22 Mitglieder, davon 14 Aktive und fünf in der Jugendwehr.

Osterfeuer verschoben

Das Osterfeuer musste im Vorjahr wegen des Wetters verschoben werden, am neuen Termin gab es auch noch ein siegreiches Fußballspiel – weshalb die Resonanz recht rege war. Natürlich war die Wehr auch am Frühlingsfest beteiligt, hierfür wurden die Girlande gewickelt und der Maibaum – wegen des Sturmes allerdings erst im zweiten Anlauf – aufgestellt. Im September nahmen die Aktiven am Arbeitseinsatz am Kirchberg teil und fuhren nach Garz, um dort das Jubiläum der Wehr zu feiern. Auch das Gerätehaus wurde weiter verschönert.