Havelberg l „Bisher gab es bei mir Anfragen von zwei Inte­ressenten“, berichtet Projektleiterin Franziska Bredow von der Kunstplatte. Beide waren dann auch zur ersten Zusammenkunft in der Buchstation in der Langen Straße gekommen, die auch künftig Treffpunkt für das Projekt sein wird, und zwar Felix Klitscher aus Damerow und Diana Schäfer aus Havelberg.

Schneiden am Tablet

„Privat habe ich mich schon öfters beim Schneiden von Filmmaterial versucht“, erzählte Felix. Auf seiner Playstation nimmt er Sequenzen aus verschiedenen Spielen auf; Zusammenschnitte davon stellt er dann auf dem Tablet für seinen Youtube-Kanal zusammen und untermalt diese mit Musik. Umgang mit einer professionellen Videokamera habe er aber noch nicht gehabt. „So ein Teil kann ich mir als Schüler nicht leisten“, erklärte der 16-Jährige mit einem Grinsen. Von dem Filmprojekt hatte er aus der Zeitung erfahren und „es ganz interessant“ gefunden. „Darum bin ich heute hier.“ Zum nächsten Treff werde er vielleicht auch noch einen Schulfreund mitbringen, kündigte Felix an. Dieser habe ihm gegenüber Interesse an dem Filmprojekt geäußert.

Es wird Spaß machen

Dass der Workshop eine Menge Spannendes für sie bereit hält, glaubt Diana Schäfer (12). „Ich lasse mich überraschen.“ Aber sie ist sich ziemlich sicher darin, dass es ihr „Spaß machen“ wird.

Guter Tipp von einer Freundin

Zur großen Freude der Projektleiterin wurde aus dem angemeldeten Duo dann sogar noch ein Trio: Roman Rubulis aus Havelberg kam zur Tür herein und fragte, ob er mitmachen könne. Der 14-jährige Siebtklässler des Gymnasiums in Havelberg hatte von einer Freundin von dem Auftakt des Filmprojektes erfahren und verspricht sich davon viel Abwechslung. „Das ist, glaube ich, genau das, was ich noch suche“, begründete er seine Teilnahme. Erfahrungen auf diesem Gebiet habe er bislang aber noch keine gemacht.

Videokamera weckt Interesse

Der erste Treff war vor allem für das gegenseitige Kennenlernen gedacht, aber auch eine professionelle Videokamera mit 4K-Standard, die Franziska Bredow mitgebracht hatte, weckte schon einmal großes Interesse.

Kurzfilme sind das Ziel

Schließlich besteht der Inhalt des Projektes darin, alles auszuprobieren, was zum Filmemachen dazu gehört. Vor allem geht es dabei um den Umgang mit der Kamera, den Ton und den Schnitt von Filmmaterial. „Die jungen Leute werden Drehbücher schreiben, schauspielern, drehen und ihre Aufnahmen am Ende selbst gründlich bearbeiten.“ Über mehrere Wochen entstehen Kurzfilme. Die Themen dafür erarbeiten die Jugendlichen gemeinsam. Ganz nebenbei erfahren sie auch etwas über die Geschichte des Mediums Film und darüber, wie die Technik das Sehen von Filmen beeinflusst. Gezeigt werden die fertigen Filme unter anderem im Internet sowie im Künstlerhof des Kulturprojektes.

Mundpropaganda hat sich bewährt

„Ich bin ganz optimistisch, dass sich die Gruppe in den nächsten Wochen noch vergrößern wird“, glaubt Franziska Bredow. Es müsse sich unter den Jugendlichen erst einmal herumsprechen. In Stendal und Grieben, wo die Kunstplatte ebenfalls Filmprojekte betreibt, habe sich die Mundpropaganda bewährt. Nächster Treff ist am Dienstag, 14. Mai, von 15 bis 17 Uhr in der Buchstation in der Langen Straße 10.

Für Anmeldungen: Telefon 0171/9074345 oder franziska@kunstplatte.de