Havelberg l 25 Jahre gehörte Uwe Klemm (SPD) dem Havelberger Stadtrat an. Für die neue Wahlperiode hat er nicht mehr kandidiert. Am Montagabend saß er aber noch einmal im Ratssaal. Eine besondere Ehre wurde ihm zuteil: Er durfte sich in das Goldene Buch der Hansestadt eintragen. Dafür hatte er, zusammen mit seiner Frau Brigitte, seinen Urlaub unterbrochen. Bürgermeister Bernd Poloski würdigte die Leistungen des Havelbergers über so viele Jahre im Ehrenamt. Und so lautet der Eintrag ins Goldene Buch:

„Dem Gemeinwohl dienend, hat er über 25 Jahre mit großer Hingabe die Kommunalpolitik und damit die Entwicklung unserer Stadt maßgeblich mitbestimmt. Seit 1994 durchgehend Mitglied des Stadtrates, nahm er die ihm mit der Wahl übertragene Verantwortung in verschiedenen Funktionen und Gremien der örtlichen Vertretung wahr, davon allein 15 Jahre als Vorsitzender des Stadtrates. Jeweils fünf Jahre war er Vorsitzender des Umweltausschusses sowie des Bau- und Wirtschaftsausschusses.

Darüber hinaus gehörte er 20 Jahre als Mitglied dem Kreistag Stendal an und hatte auch dort über fünf Jahre den Vorsitz des Ausschusses für Ordnung, Umwelt und Landschaftsschutz. Allein der zeitliche Aufwand lag in diesen 25 Jahren weit über dem Durchschnitt in einem solchen Ehrenamt. Geprägt war sein politisches Wirken vor allem aber durch Sachverstand, Zuverlässigkeit, Kollegialität und Gemeinschaftssinn.

Zum Wohle der Stadt

Der Stadtrat der Hansestadt Havelberg nimmt deshalb die heutige Sitzung, die erste in dieser Wahlperiode, zum Anlass, Herrn Uwe Klemm in Anerkennung und Würdigung seines herausragenden kommunalpolitischen und ehrenamtlichen Engagements mit der Eintragung in das Goldene Buch zu ehren.“

Unter großem Beifall aller Stadträte und weiteren Anwesenden unterschrieb Uwe Klemm und sagte: „Ich freue mich, dass mir diese Ehre zuteil wurde. Ich danke meinen Wegbegleitern, von denen einige von Anfang an dabei waren. Mein besonderer Dank geht an meinen guten Freund Bernd und an Petra. Wir haben 25 Jahre auf Augenhöhe zusammengearbeitet“, sprach er den Bürgermeister und die Kämmerin sowie Bauamtsleiterin direkt an. Rückblickend erinnerte er an die Anfänge mit Lothar Krater und Gerhard Mewes – beide Stadträte sind leider schon verstorben –, mit denen in kleiner Runde „ohne Gutachter und ohne Smartphone einfach entschieden wurde. Von der Gründung der Stadtwerke bis hin zum Schwimmbad, die Marina – es gab viele Diskussionen, aber wir haben zum Wohle der Stadt entschieden. Dem neuen Stadtrat wünsche ich ein glückliches Händchen und die Möglichkeit, Kompromisse zu finden.“ Mit Blick auf die neuen Ratsmitglieder gab er diese Erfahrung mit auf den Weg: „Nach der zweiten oder dritten Sitzung wird jeder begriffen haben, dass er für seine Anträge überlegen muss, wo er das Geld dafür hernimmt.“