Wulkau l Vor zwei Jahren hatten die Wulkauer ihr 650-jähriges Dorfjubiläum groß gefeiert – unter anderem mit einem großen Festumzug und diversen Veranstaltungen. Viel Arbeit lastete damals im Vorfeld auf den Gemeinderäten sowie der Kommune, ein Orts- oder Heimaterein in Wulkau wäre damals sehr hilfreich bei der Vorbereitung und Durchführung gewesen. Denn solch gemeinnütziger Verein kann Sponsoren zum Beispiel Spendenquittungen für das Finanzamt ausstellen, ferner ziehen in einem solchen Verein alle Mitglieder an einem Strang.

Künftige Veranstaltungen werden nunmehr auch in Wulkau von einem Dorfverein organisiert. Der „Dorfverein Wulkau“ wurde am Freitag im alten Jugendtreff von 31 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben. Über 50 Interessenten waren erschienen.

Neue Ideen fürs Dorfleben

Eingangs stellte Christin Eisbrenner den Anwesenden die Ziele des zu gründenden Vereins vor. Schon seit einigen Monaten hatten sich interessierte Bürger mehrfach zusammengesetzt, um die Gründung vorzubereiten. Hauptzweck des Dorfvereins wird es sein, Veranstaltungen zu organisieren sowie neue Ideen für die Bereicherung und den Erhalt des kulturellen dörflichen Lebens beizusteuern. Natürlich werde man auch die Feuerwehr unterstützen, ergänzte die Rednerin.

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Ein Veranstaltungsplan steht bereits: Erste Aktion wird am 2. Oktober das Oktoberfeuer auf dem Festplatz sein, was bislang in den Händen der Feuerwehr lag. Auch die Glühweinparty – in diesem Jahr am 27. Dezember – hatten bislang die Aktiven organisiert. Weiter geht es im Januar 2020 mit dem Verbrennen der Weihnachtsbäume und am 9. April soll auf dem Festplatz das Osterfeuer lodern – das ist eine Premiere.

Oktoberfest hat Premiere

Eine alte Tradition ist hingegen das Aufstellen des Maibaumes, dies erfolgt jetzt ebenfalls unter der Regie des Dorfvereins. Voraussichtlich am 27. Juni wird das Dorffest folgen. Eine weitere Premiere ist für den September 2020 geplant: Ein bayrisches Oktoberfest – so richtig mit Weißwürsten und Bier in Massgläsern. Weiterhin könnte der Verein auch Spieleabende organisieren.

Im Anschluss verlas Anke Ziegler die Satzung, wobei die Anwesenden zahlreiche Hinweise gaben. So sollen auch Auswärtige Mitglied werden können, kam ein Vorschlag. Anke Ziegler erklärte, dass man mit einem solchen Verein bei Veranstaltungen rein rechtlich auf der sicheren Seite sei, zudem wird dieser auch eine Haftpflichtversicherung abschließen. Laut Satzung soll nicht nur das kulturelle Leben in Wulkau gefördert werden, sondern auch die Wahrung der Traditionen und die Erforschung der Ortsgeschichte. So könnte auch mal eine Chronik herausgegeben werden, nannte Caren Pfundt ein Beispiel.

31 Gründer wählten Vorstand

An der Wahl des neuen Vorstandes durften sich dann alle 31 Gründungsmitglieder beteiligen, Wahlleiterin war Caren Pfundt, gewählt wurde im Block. Christin Eisbrenner, Linda Liermann, Corinna Bayer und Marcus Gehrandt hatten sich im Vorfeld zur Mitarbeit bereit erklärt. Ebenso Danny Hörenz, er befindet sich aber derzeit im Ausland und konnte darum nicht teilnehmen. Die Kandidaten erhielten die Stimmen aller Wahlberechtigten. Zu Kassenprüfern wurden Anke Ziegler und Andrea Faudt ebenfalls einstimmig gewählt.

Im Zuge der konstituierenden Sitzung wurde Christin Eisbrenner zur ersten Vorsitzenden des neuen Vereins gewählt, Stellvertreter wird Danny Hörenz sein und Kassenwärtin Corinna Bayer. Jetzt muss der Verein erst einmal ins Vereinsregister eingetragen werden, was schon mal allerhand Geld kostet. Danach kann er sich auch ein Konto zulegen. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei zwölf Euro im Jahr.