Schollene l Fleißig waren die beiden GIW Mitarbeiterinnen Susanne Alisch und Brigitte Röker sowie die Menschen mit Behinderungen, die täglich ins Therapiehaus am Wall – es gehört zur GIW-Wohnanlage – kommen. Hier wird getöpfert, gefilzt, gewebt, geflochten ... All das präsentierten sie beim Tag der offenen Tür. Sie ließen sich auch gern beim Verarbeiten der Wolle der vier Alpakas zusehen. Die sehr zugänglichen Tiere, denen im Frühling wieder ein „Frisörbesuch“ bevor steht, beäugten neugierig das Kommen und Gehen im Haus am Wall und ließen sich geduldig streicheln – als Belohnung gab es Mohrrübe.

Viele Gäste aus Schollene und umliegenden Orten schauten vorbei und nahmen gern Deko für Ostern und Frühling mit, es gab sogar Alpaka-Seife. Beim verarbeiten der flauschigen Wolle ließen sich die Bewohner gern über die Schulter schauen. Susanne Alisch und Brigitte Röker gaben gern Auskunft, was das Anliegen des Therapiehauses ist. Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen ließ es sich gut plaudern.

Erweiterung der Häuser

So berichtete GIW-Einrichtungsleiterin Kathleen Stahlberg, dass auf dem Mühlenberg gerade umfangreiche Bauarbeiten in Gange sind. An den „Waldhof“ und an den „Wiesenhof“ – zwei der drei Wohngebäude für die schwerstmehrfach Behinderten, die rund um die Uhr von einem Team betreut werden – wird angebaut. Durch den zusätzlichen Platz können aus Doppelzimmern Einzelzimmer gemacht werden. „Das steigert die Wohnqualität“, begründet Kathleen Stahlberg die Erweiterung der Häuser, die vor gut 20 Jahren für jeweils zehn Bewohner erbaut worden sind. Der „Waldhof“ ist so gut wie fertig, an den Außenanlagen wird noch gebaut, am „Wiesenhof“ ist in wenigen Tagen Baustart. In die farbliche Gestaltung der Wände und Fußböden sind die Bewohner, soweit möglich, einbezogen worden.

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Kein Hotelbetrieb mehr

Während der Bauarbeiten sind die Waldhof-Bewohner ausgezogen. Platz genug gibt es im wenige Meter entfernten ehemaligen Hotel auf dem Mühlenberg. Auch wenn noch einiges zu klären ist, wird das Gebäude – wenn alle vorübergehenden Umzugsgäste wieder ihre kleinen Wohneinheiten bezogen haben – nicht mehr als Hotel/Restaurant dienen. Es wird zur Nutzung für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung stehen.