Fahrschule

Havelberger Schüler erhalten theoretische Lektionen nun per Video-Chat

Von Dieter Haase
Fahrschulinhaber und -lehrer Nico Liebsch gibt seinen Schülern an jedem Mittwochnachmittag theoretische Online-Lektionen.
Fahrschulinhaber und -lehrer Nico Liebsch gibt seinen Schülern an jedem Mittwochnachmittag theoretische Online-Lektionen. Foto: Dieter Haase

Havelberg

Die derzeitigen Corona-Regeln beziehungsweise hohen Inzidenzzahlen im Landkreis lassen in der Fahrschule von Nico Liebsch in Havelberg so gut wie keinen theoretischen Unterricht zu. „Ich dürfte in meinem großen Unterrichtsraum nur fünf Fahrschüler beschulen. Doch das geht bei derzeit fast 30 Anfängern aus Zeitgründen ganz und gar nicht“, sagt er. Weshalb er die theoretischen Lektionen seit mehreren Wochen an jedem späten Mittwochnachmittag für alle online vermittelt. „Jeder Fahrschüler verfügt zu Hause zum Glück über die nötigen technischen Voraussetzungen, um daran teilnehmen zu können“, freut er sich. „Auch in diesem virtuellen Raum kann jeder seine Fragen stellen, wenn er etwas nicht versteht“, so Nico Liebsch. Das funktioniere bisher sehr gut.

Nur noch mit Automatikschaltung

Aber es gibt noch so einiges Neues mehr zu berichten. So zum Beispiel, dass die praktische Fahrschule und an deren Ende auch die Fahrprüfung seit April nur noch in Autos mit Automatikschaltung erfolgt. Die Fahrschule hat sich zwei dieser Fahrzeuge neu angeschafft. „Die Fahrschüler zeigen sich bei der Ausbildung deutlich entspannter, gehen alles viel ruhiger an“, hat der Lehrer festgestellt. Und berichtet in dem Zusammenhang auch vom Bestandteil des Ausbildungsplans, insgesamt zehn Fahrstunden in einem Pkw mit normalem Schaltgetriebe zu absolvieren. „Ich nehme dann zu deren Abschluss eine 15-minütige Prüfung von jedem Schüler ab“, erklärt Nico Liebsch. Somit sei gewährleistet, dass jeder Fahrschüler über praktische Erfahrungen auch mit der ganz normalen Schaltung verfügt.

Personell verstärkt

In der Corona-Zeit konnte zwar nicht ständig Fahrunterricht gegeben werden, „aber personell hat sich so einiges zum Positiven verändert“, ist zu erfahren. So gibt es jetzt einen weiteren Fahrlehrer, der noch bei der Bundeswehr dient. Ab August wird dann auch noch ein einstiger Berufskraftfahrer zum Fahrlehrer ausgebildet, der künftig die Zweigstelle in Wittenberge übernehmen soll.