Havelberg l Unter Federführung des Umweltministeriums in Brandenburg hat am Mittwoch in Havelberg eine hochkarätig besetzte Tagung zur Optimierung der Nutzung der Havelpolder stattgefunden. Im Haus der Flüsse begrüßte Bürgermeister Bernd Poloski die zahlreichen Gäste, die aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein und vom Bund angereist waren. Darunter aus den Umweltministerien die Minister Jörg Vogelsänger aus Brandenburg und Till Backhaus aus Mecklenburg-Vorpommern, die Staatssekretäre Klaus Rehda aus Sachsen-Anhalt und Frank Doods aus Niedersachsen, Abteilungsleiter Johannes Oelerich aus Schleswig-Holstein sowie den Präsidenten der Generealdirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Hans-Heinrich Witte.

Diese sechs berichteten zu Beginn über bereits Erreichtes in Sachen Hochwasserschutz und Polderflutung. Ein wichtiges Fazit: Das im Rahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogrammes enthaltene Projekt „Optimierung der Nutzung der Havelpolder“ ist ein großen Schritt vorangekommen. Vor allem, weil es nach 2013 nun endlich eine gute Zusammenarbeit der Bundesländer gibt, die Betroffene oder Nutzer der Polderflutung sind. Von der Kappung des Hochwasserscheitels der Elbe bei extremen Hochwassern – so wie 2002 und 2013 geschehen – profitieren die Unterlieger. Dafür wurde 2008 ein Staatsvertrag geschlossen, dem künftig auch Schleswig-Holstein beitreten möchte.

Bürgermeister Bernd Poloski verwies eingangs auf das noch immer nicht gelöste Problem der Entschädigung der Landwirte im Falle einer Flutung. Dass dieses möglich ist, zeigt Brandenburg, wo es klare Regelungen gibt. In Sachsen-Anhalt ist das noch nicht so. Hier hatten die Landwirte weniger Entschädigung bekommen als ihre Nachbarn im Brandenburgischen. Insgesamt scheint das Thema Polderflutung aber auf einem guten Weg zu sein, wie Teilnehmer der Tagung bestätigten.

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Vorgestellt wurde die neue Webseite www.havelpolder.de, die nach und nach thematisch gefüllt wird.