Klietz l „Es war wider Erwarten ein gutes Ergebnis“, resümierte Manfred Joachim die Strecke der Jagd im Revier Klietz-Scharlibbe. Denn am Ende konnten sechs Stücken Rotwild – ein Sechsender, ein Spießer, zwei Alttiere und zwei Kälber – sowie ein Wildschwein an der Strecke verblasen werden. Mit „wider Erwarten“ meinte der Klietzer Jäger, dass der Wolf im Revier spürbar ist. Die Kälber beim Rotwild nahmen dramatisch ab, gleiches gilt für die Kitze. Die Jagdhelfer hatten allerhand Gerippe gefunden.

Im Wald sind zudem kaum noch Rehe anzutreffen, sie bevorzugen offene Flächen – da ist die Fluchtdistanz vorm Wolf größer. „Wir werden wohl nächstes Jahr weniger Rehe in unseren Abschussplan aufnehmen“, so der Klietzer. Auch die Rotwildkälber müssen nun wohl geschont werden.

Dreistündige Jagd

32 Schützen und 13 Jagdhelfer hatten sich an der dreistündigen Jagd am Hubertustag beteiligt. Nach der Auswertung der Strecke gab es natürlich an der Jagdhütte im Waldstück namens Legd noch ein zünftiges Schüsseltreiben.

Auch die anderen Jäger der Hegegemeinschaft hatten sich am Hubertustag zu Jagden in ihren Revieren getroffen, berichtete Kreisjägermeister Günter Scheffler aus Scharlibbe. In Rehberg wurden drei Stücken Rotwild erlegt, hatte er erfahren.

Zusammen mit dem Nachbarn aus Neuermark-Lübars hatten die sieben Klietzer Waidmänner im Vormonat auch eine Sauenjagd veranstaltet, wobei immerhin 27 Schwarzkittel erlegt worden waren. In den Maisschlägen fanden sie beste Bedingungen.

Am Sonntag, 11. November, wird es um 17 Uhr übrigens wieder eine Hubertusmesse für alle Jäger in der Kamernschen Kirche geben.