Klietz l „Sie ist soooo schön geworden! Wir freuen uns nun noch mehr auf unsere Sportstunden!“ Die Klietzer Erstklässler sangen am Freitagvormittag froh und munter vor den Gästen, die zur Einweihung der modernisierten Turnhalle gekommen waren.

Acht Jahre mussten sich die sportlichen Klietzer gedulden, bis das Turnhallen-Projekt endlich abgeschlossen werden konnte. 2011 hatte die Gemeinde einen Teil der Sanitäranlagen/Umkleideräume saniert – mit der Absicht, zügig mit dem anderen Bereich fortzufahren. Doch das Geld hatte nie gereicht. Jetzt endlich ist auch der zweite Bauabschnitt fertig – über Leader beantragte Fördermittel machten das Projekt möglich. Moderne Wasch- und Duschgelegenheiten, Toiletten und einladender Umkleidebereich mit Fußbodenheizung und neuen Fenstern, zudem Bereiche für die Zuschauer, die bequem hinter einer gläsernen Bande sitzend das Geschehen auf dem Spielfeld verfolgen können, sowie ein einladender Eingangsbereich komplettieren die Klietzer Halle, die in den 70-er erbaut worden ist.

254 000 Euro Eigenmittel

Dass nun die Germanen und Preußen sowie die Schulkinder beste Bedingungen vorfinden, ist drei Töpfen und dem EU-Förderprogramm Leader zu verdanken: rund 211 000 Euro gab es über das Programm Stark III+, 100 000 Euro vom ALFF über die Sportstättenförderung für die Entwicklung ländlicher Gebiete, und 254 000 Euro hat die Gemeinde Klietz selbst beigesteuert – knapp eine halbe Million Euro ist investiert worden. Es ist das erste Vorhaben der Lokalen Aktionsgruppe Elb-Havel-Winkel, bei dem es gelungen ist, durch Nutzung von ELER und EFRE den sogenannten Multifondsansatz zu realisieren.

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Sieben heimische Gewerke haben sehr gute Arbeit geleistet, würdigte und dankte Bürgermeister Hermann Paschke bei der Einweihung. Schulkinder, Sportler, Baufirmen und Dorfbewohner waren gekommen, um bei der Einweihung dabei zu sein. Der Dank des Bürgermeisters ging neben den Fördermittelgebern auch an das Bauamt der Verbandsgemeinde und an Planer Michael Wege. Alle haben zusammen an einem Strang gezogen, so dass seit Baubeginn im August alles zügig voran ging.

Beste Bedingungen

Der Germania-Vorsitzende Eberhard Wienmeister freut sich über die Bereicherung für die Gemeinde, „nun können wir ohne schlechtes Gewissen Mannschaften zu Turnieren einladen und ihnen hier vernünftige Bedingungen bieten. Auch für die Zuschauer ist die Klietzer Halle nun weitaus attraktiver.“

Voller Vorfreude ist der Preußen-Vorsitzende Klaus Liebsch. Denn wenn alles klappt, geht es schon bald mit Bauarbeiten an der Turnhalle weiter: Ein Anbau für die Judokas ist geplant.