Bauarbeiten

In Richtung Havelberger Kreisverkehr geht es bald weiter

Auf eine innerörtliche Umleitung müssen sich seit Tagen Benutzer der Pritzwalker Straße in Havelberg einstellen. Ein Teilabschnitt ist wegen Bauarbeiten gesperrt.

Von Dieter Haase
Derzeit finden die Arbeiten im Bereich der Ampelkreuzung statt, weshalb sich auch eine einseitige Sperrung für den fließenden Verkehr erforderlich machte.
Derzeit finden die Arbeiten im Bereich der Ampelkreuzung statt, weshalb sich auch eine einseitige Sperrung für den fließenden Verkehr erforderlich machte. Foto: Dieter Haase

Havelberg - Bereits in den zurückliegenden Wochen war in der Pritzwalker Straße, und zwar von der Einmündung Robert-Koch-Straße bis in Richtung Ampelkreuzung, hohe Aufmerksamkeit von allen Kraftfahrern gefragt. Den Grund dafür nennt Bert Sturm, Meister der Energie- und Wasserversorgung bei den Havelberger Stadtwerken. „Im Auftrag des Trink- und Abwasserzweckverbandes müssen die Hausabsteller der Wasserversorgungsleitung in der Pritzwalker Straße erneuert werden. Die Zeit dafür ist ran. Denn die Leitung und die Absteller stammen wahrscheinlich jeweils noch aus dem Jahr 1979.“ Deren Störanfälligkeit habe sich in den letzten Jahren erhöht, weshalb für 2021 Mittel für deren Behebung eingeplant worden wären.

Drei Baulöcher pro Woche sind zu schaffen

Insgesamt, so fügt er an, handelt es sich dabei um 57 Hausabsteller, an denen gearbeitet werden muss. Das bedeutet zugleich auch, dass 57 Baulöcher ausgehoben werden müssen. „Insgesamt ist das alles eine sehr aufwändige Arbeit, die eine Firma aus Stendal in der Straße zu verrichten hat. Drei Baulöcher in einer Woche sind gerade so zu schaffen“, berichtet Bert Sturm. Was für die davon betroffenen Hausbewohner dann allerdings auch bedeutet, dass für sie zeitweise die Wasserversorgung abgestellt werden muss. „Alle werden darüber aber immer rechtzeitig informiert“, versichert der Meister der Energie- und Wasserversorgung.

Halteverbot in der Semmelweisstraße

Direkt bis zur Ampelkreuzung allerdings sei die Weiterführung der ursprünglichen Wanderbaustelle jedoch nicht ohne Sperrung möglich gewesen. „Denn ohne diese wäre nicht gewährleistet, dass die Kraftfahrer in der Geradeausspur bis zur Ampel vorfahren beziehungsweise dass sie diese komplett einsehen können.“ Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurde eine Umleitungsstrecke eingerichtet, die von der Pritzwalker Straße abzweigend über die Robert-Koch-Straße und die Lindenstraße zurück auf die B 107 führt. In der Semmelweisstraße besteht aus diesem Grund auf deren gesamter Länge ein Halteverbot. Beachten sollten das vor allem die Kraftfahrer mit der Absicht, die Automaten-Zweigstelle der Kreissparkasse aufzusuchen.

Zeiweise Staubildung an der Ampel

Die Folge der Umleitung ist, dass sich zu Spitzenzeiten von der Ampel in der Lindenstraße aus mitunter ein Rückstau bis hin zur Einmündung der Semmelweisstraße bildet. Dieser löst sich nur dann schwer auf, wenn es aus der Wilsnacker Straße einen erheblichen Verkehrsfluss in alle möglichen Richtungen gibt. Dann muss all diesen Kraftfahrern die Vorfahrt gewährt werden. „Ich denke jedoch, dass die Umleitungsstrecke noch in diesem Monat aufgehoben werden kann“, so Bert Sturm. Und zwar werde das möglich sein, wenn die erst mal nur mit Pflastersteinen provisorisch verschlossenen Baulöcher in der Pritzwalker Straße asphaltiert worden sind.

Zweiter Bauabschnitt geht fast bis zum Kreisel

Allerdings schließt sich gleich der zweite Bauabschnitt an der Hauptleitung der Trinkwasserversorgung an. „Von der Einmündung in die Robert-Koch-Straße geht es die Pritzwalker Straße entlang bis kurz vor den Kreisverkehr“, ist zu erfahren. Hier soll dann jedoch wieder mit einer Wanderbaustelle ein Hausabsteller nach dem anderen erneuert werden. Zudem könne in diesem Bereich auch kein Abschnitt abgesperrt werden, denn unter anderem habe hier die Erreichbarkeit der Einkaufsmärkte für die Menschen absolute Priorität. Außerdem befinden sich an der Straße noch die Werkstätten einiger Firmen. Von der Trinkwasserhauptleitung versorgt werden zudem noch die Häuser im Grünen Weg und in der Thomas-Müntzer-Siedlung.

Insgesamt 20 Wochen sind für Maßnahme angesetzt

Bert Sturm rechnet vor, wie lange sich die gesamte Maßnahme hinziehen könnte. „Bei drei Baulöchern in der Woche komme ich auf insgesamt 20 Wochen - vorausgesetzt, dass uns die Witterung nicht noch einen Streich spielt. Dann würde alles noch einige Zeit mehr in Anspruch nehmen.“