Sandau l Die Grippewelle sorgte dafür, dass bei der Sitzung der Freunde und Förderer der Kirche Sandau am Freitagabend nicht nur der Vorsitzende Ingo Jurig fehlte, sondern auch etliche weitere Mitglieder. Pfarrer Hartwig Janus berichtete als Stellvertreter über das Vorjahr, das diesmal keine größeren Höhepunkt wie Jubiläen oder ähnliches bot. Dennoch gab es etliche Aktivitäten, um Spenden einzuwerben. Ein Dankeschön ging an die vielen Helfer, welche ein- und ausräumten, dekorierten, verkauften, abwuschen, sauber machten oder backten. Vor allem an Heidemarie Breit, welche die Schichten in der Offenen Kirche organisierte und oftmals selbst absicherte.

Mit dem Neujahrsempfang hatte der Veranstaltungsreigen im Turm begonnen, erwähnt wurden ferner einige Ausstellungen, der Osterbasar, das Jugendmusikfest und eine Romanik-Matinee. Zudem gab es viele private Feiern.

10.000 Euro Betriebskosten im Jahr

Hierbei lenkte Hartwig Janus den Blick auch auf die Betriebskosten, welche alljährlich im Turm anfallen: Es dürften um die 10.000 Euro sein, wie Peter Busse informierte. Das Geld ist nicht nur für Heizung, Strom und Wasser nötig, sondern auch für Unterhaltungen und Überprüfungen der Brandschutzanlage und des Fahrstuhls. Auch darum ist es wichtig, dass weiterhin Spenden eingeworben werden – auch wenn der Wiederaufbau irgendwann mal abgeschlossen sein sollte. „Als kleine Kirchgemeinde müssen wir uns da schon ordentlich strecken“, meinte der Pfarrer.

Dass der Eigenanteil für den laufenden Bauabschnitt aktuell gesichert ist, berichtete Kassenwärtin Jutta Krüger. Denn es gibt zwar 80 Prozent Förderung, es verbleibt aber ein Eigenanteil von 20 Prozent der Gesamtkosten. Dieser ist unabhängig von der laufenden Spendenaktion zu erwirtschaften, was vor allem Dank der Offenen und Radwegekirche erfolgt. Zudem müssen 8000 Euro pro Jahr für eine Kredittilgung überwiesen werden – und das noch vier Jahre lang.

Fast 22.000 Euro Spenden in 2017

Im Vorjahr wurden knapp 22.000 Euro an Spenden eingenommen, der Durchschnitt der Vorjahre betrug 28.000 Euro. Über 7000 Euro kamen durch Kirchenbesucher herein. Ein Hannoveraner hatte nach seinem Besuch in Sandau spontan 500 Euro überwiesen – so etwas gehe ihr schon mal unter die Haut, meinte Jutta Krüger. Ein Dankeschön ging an Helmut Kulter, welcher ihr bei der Kassenführung half und auch das PC-Programm erstellt hatte.

Die Kassenprüfer Friedrich Leue und Chris Schulenburg attestierten der Kassiererin eine ordentliche Buchführung, weshalb die Anwesenden den Vorstand entlasteten.

Wolfgang Hellwig ist im Vorstand für den Turmbau zuständig. Er informierte, dass der Förderbescheid erst im August eintraf – und jetzt im März schon abgerechnet werden sollte. Das war niemals zu schaffen, zumal noch eine denkmalrechtliche Genehmigung für die Gestaltung des Zuganges fehlt und derzeit einige Handwerker erkrankt sind. So sind zwar die Toiletten fertig, Elektriker und Metallbauer aber in Verzug – Ausführliches dazu folgt in Kürze.

Auf dem Plan stand auch die Vorstandswahl, er wurde im Amt bestätigt. Mit dabei ist neben den bereits Erwähnten Schriftführerin Melitta Ott.