Beeindruckt

Junge Havelbergerin schafft es in ein Magdeburger Landes-Ensemble

Von Dieter Haase
Antonia Lösch zusammen mit ihrer Musikschullehrerin Daniela Vogt. ?Ich bin ihr für die Ausbildung an Klavier und Saxophon sehr dankbar", sagt die 16-Jährige.
Antonia Lösch zusammen mit ihrer Musikschullehrerin Daniela Vogt. ?Ich bin ihr für die Ausbildung an Klavier und Saxophon sehr dankbar", sagt die 16-Jährige. Foto: Dieter Haase

Havelberg

„Ich habe mir einen großen Wunsch erfüllt“, sagt Antonia Lösch. „Schon immer träumte ich davon, einmal Mitglied eines Landesensembles beziehungsweise -orchesters zu werden. Weshalb ich aufmerksam geschaut habe, wo immer sich diese Möglichkeit ergeben könnte. Nun endlich ist dieser Traum in Erfüllung gegangen“, freut sie sich. Voraussetzung dafür war Ende April ein gelungenes Vorspiel im Gesellschaftshaus Magdeburg für das „Ensemble Junge Musik Sachsen-Anhalt“. „Für dieses Ensemble wurden neue Mitglieder gesucht, weshalb ich mich dort als Saxophonistin beworben habe“, erzählt die 16-jährige Havelbergerin.

Beeindruckendes Vorspiel im Gesellschaftshaus

Beim gut 15-minütigen Vorspiel, bei dem ein eingeübtes und ein weiteres, uneingeübtes Werk vorgetragen werden mussten, klappte dann auch alles ganz nach den Vorstellungen der jungen Domstädterin. „Die Zuhörer, darunter der Leiter des Ensembles Junge Musik und der Leiter des Gesellschaftshauses, zeigten sich sehr beeindruckt von meinem Können. Und auch von meiner Klavierbegleitung erhielt ich viele lobende Worte“, erzählt Antonia Lösch. „Ich bin daraufhin dann auch als Mitglied ins Ensemble aufgenommen worden“, strahlt sie übers ganze Gesicht. Das Ergebnis der Juryberatung hatte sie schriftlich von Isabel Tönniges, eine der Prüferinnen, mitgeteilt bekommen: „Wir würden uns sehr freuen, wenn du in der kommenden Saison 2021/2022 im Ensemble Junge Musik Sachsen-Anhalt mitwirken würdest“, hieß es darin unter anderem.

Stolz auf das Erreichte

„Wenn eine Jugendliche aus einer so kleinen Stadt wie Havelberg auf Landesebene einen so großen Erfolg erzielt, dann ist das schon ein Grund für gemeinsame Luftsprünge“, findet Musikschullehrerin Daniela Vogt und sieht darin auch ihre Arbeit mit der Musikschülerin belohnt.

Mit vier Jahren auf der Blockflöte angefangen

„Ich kenne Antonia noch aus der Zeit, als sie ganz klein war, und konnte ihre Entwicklung so immer gut mitverfolgen. Zuerst am Klavier und später dann am Saxophon“, berichtet sie. „Mehr als stolz kann man auf alles, was Antonia erreicht hat, nicht sein“, zeigt sich auch Daniela Vogt über das von ihrer Schülerin Erreichte überaus glücklich.

„Ich war, glaube ich, vier Jahre alt, als ich als Schülerin in der Kreismusikschule angefangen habe“, erinnert sich Antonia Lösch. Vererbt worden sei ihr Musikinteresse aber nicht. „Ich bin die einzige aus der Familie, die total gerne Musik macht“, ist zu erfahren. Anfangs liebte sie das Spiel auf der Blockflöte, ab der zweiten Klasse wechselte sie dann jedoch das Instrument und stieg aufs Klavier um.

Saxophon ist jetzt das Lieblingsinstrument

Diesem ist sie auch bis heute treu geblieben. „Es ist jedoch seit mehreren Jahren zu meinem zweiten Favoriten geworden, nachdem ich ab der fünften Klasse den Umgang mit dem Saxophon gelernt habe. Dieses ist dann mit der Zeit zu meinem Lieblingsinstrument geworden.“

Übung macht den Meister! „Das kann ich nur bestätigen“, fügt Daniela Vogt an. „Antonia ist ein sehr fleißiges, ambitioniertes Mädchen.“

Jede Woche zweimal Onlineunterricht

Über die Kreismusikschule bekommt sie derzeit zweimal in der Woche für jeweils zwei Stunden Onlineunterricht. Einmal für Klavier und einmal für Saxophon. Das gehört bereits zur Studienvorbereitung. „Ich möchte später einmal beruflich als Musikerin arbeiten“, erklärt Antonia. Als gute Vorbereitung darauf betrachte sie auch ihre Mitwirkung im Vokalensemble am Havelberger Dom.