Wulkau l Die Feuerwehren der Gemeinde Kamern (Kamern, Wulkau, Schönfeld) und der Stadt Sandau hatten anlässlich des Internationalen Kindertages zu einem Kinderfest eingeladen. Nur gut, dass die Feuerwehren nicht lange brauchen, um jede Menge Wasser heranzuschaffen. Denn bei den hochsommerlichen Temperaturen um die 32 Grad alleine im Schatten hatten die Kinder großen Spaß daran, in Badesachen durch die Wasserspiele zu laufen und sich mit Feuerwehrschläuchen gegenseitig nass zu spritzen.

An der frischen Luft ist es besser

„Wir Feuerwehren der Gemeinde Kamern haben dieses Kinderfest mittlerweile bestimmt schon seit sechs Jahren fest in unserem Veranstaltungsplan. Anfangs fand es noch zur Winterzeit statt, doch da war der Krankenstand bei den Kindern oftmals hoch, so dass die Beteiligung nicht der entsprach, wie wir uns das vorgestellt hatten“, erzählt Tobias Mahnitz, der Wehrleiter aus Schönfeld. Also wurde das Fest in den Frühling/Sommer verlegt, immer in die Nähe des Kindertages. Schon allein aus dem Grund, weil sich da an der frischen Luft viel mehr machen lässt. „Das hat sich mittlerweile bewährt“, schätzt der Schönfelder Feuerwehr-Chef ein.

Werbung für die Feuerwehr

Mit Aushängen in den Orten und über verschiedene Medien informieren die Veranstalter in jedem Jahr über den Termin des Kinderfestes. „Dazu eingeladen sind generell alle Kinder und Jugendlichen aus Kamern, Wulkau, Schönfeld und Sandau, unabhängig davon, ob sie Mitglied einer Kinder- und Jugendwehr sind oder nicht“, stellt Tobias Mahnitz klar. Im Gegenteil: Er sieht das Kinderfest auch als eine gute Art von Werbung für die Feuerwehr. Eine ganze Menge Technik ist vor Ort und die Feuerwehr zeigt, was man damit machen kann. „Vielleicht wecken wir damit bei dem einen oder anderen Mädchen und Jungen das Interesse, sich in der Kinderwehr in Kamern oder in der Jugendgruppe dort anzumelden. Oder auch in Sandau, wo der Nachwuchs ebenfalls in beiden Altersgruppen vertreten ist.“

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Sandauer seit drei Jahren integriert

Die Sandauer haben sich übrigens vor drei Jahren dem Kinderfest als Veranstalter angeschlossen, berichtete die Sandauer Kinder- und Jugendwartin Mandy Schäler. „Wir sind doch alle Nachbarn, und wenn es mal ernst wird im Brandgeschehen auch alle für- und miteinander da.“ Sie freute sich, dass auch einige Kinder aus der Elbestadt der Einladung zum Fest in Wulkau gefolgt waren.

Mit Zuspruch zufrieden

Trotz der drückenden Hitze zeigten sich alle Organisatoren, die sich wieder eine Menge einfallen lassen hatten, mit dem Zuspruch – zumeist kamen Eltern mit Kind und Kegel – zufrieden. Der Sonne entfliehen konnten die Erwachsenen unter einem offenen Pavillon, wo auch Bänke und Tische aufgestellt worden waren. Für das Wohlsein aller sorgten erfrischende Getränke und ein Kuchenbasar mit leckeren Kuchen und Torten, für den Eltern und Großeltern mit ihren Backkünsten gesorgt hatten. Die Einnahmen sind übrigens für einen guten Zweck – für die Arbeit mit den Nachwuchs-Feuerwehrleuten – gedacht.

Preise zu gewinnen

Zu den Angeboten für die jungen Festbesucher am Sonntag gehörten neben den für reichlich Abkühlung sorgenden Wasserduschen, die ständig gut frequentiert waren, auch das Zielspritzen auf ein „brennendes“ Haus, eine Schaumkussmaschine, eine Hüpfburg und Rundfahrten mit einem Feuerwehrauto, um nur einiges zu nennen. Beim Zielspritzen konnten die Schnellsten – die Zeit wurde gestoppt – kleine Preise gewinnen, was natürlich für viele Kinder einen Anreiz darstellte, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Und zum Spaß den Wasserstrahl zwischendurch auch einmal auf einen Freund oder einen Bekannten zu richten, was bei dem Wetter ganz locker gesehen wurde.

Eiswagen fährt vor

Eine Abkühlung ganz anderer Art wurde mit einem lauten Gebimmel angekündigt: Denn ein Eiswagen fuhr auf das Gelände am Wulkauer Jugendraum – der Sportplatz befindet sich unmittelbar daneben. Sogleich bildete sich eine lange Schlange, und jedes Kind konnte sich über eine geschenkte Eisportion freuen.