Schollene l Auch wenn die Bedingungen mit Notbetreuung und strengen Corona-Regeln gerade nicht einfach sind und eine zusätzliche Herausforderung darstellen, so macht die Arbeit in verantwortlicher Position im Kindergarten der neuen Leiterin doch Freude. Seit Sommer letzten Jahres ist Julia Schulenburg Erzieherin im Waldzwergehaus. „Eine schöne kleine moderne Einrichtung mit so viel Potenzial mitten im Dorf unweit des Waldes. Hier steckt so viel Potenzial, alle Erzieherinnen sind motiviert. Wir wollen das Dorfleben mitprägen, Verbindungen knüpfen beispielsweise zur Agrargenossenschaft und zu den Senioren – die Möglichkeiten sind vielfältig.“

Sie erzählt beispielsweise von Hochbeeten, die hinterm Haus angelegt werden könnten, von Namen für die Gruppen, „das alles nehmen wir jetzt nach und nach in Angriff. Die Corona-Situation entspannt sich hoffentlich bald, das macht vieles auch im Kontakt mit den Eltern einfacher.“ Julia Schulenburg ist 31 Jahre alt, verheiratet und sie hat einen zweijährigen Sohn. Die gebürtige Rathenowerin hat ihr Leben 2016 umgekrempelt. Schon lange war es der Traum der Reiterin, ein Haus mit Platz für ihre Pferde zu haben.

Auf der Suche danach stießen sie und ihr Mann auf einen Hof in Rehberg. „Hier kann ich meinen Traum leben“, bereut sie den Umzug aufs Dorf nicht, „wir sind hier glücklich und zufrieden.“ Auch die Stelle als stellvertretende Leiterin in einem Rathenower Kindergarten hat sie aufgegeben und sich auf eine freie Stelle in Schollene beworben. Dass sie hier nun auch schnell die leitende Position übernimmt, war nicht angestrebt, ergab sich aber. Der brandenburgische Leiter-Grundkurs, den sie absolviert hatte, genügt ihr nicht, sie möchte die Qualifikation auch im Land Sachsen-Anhalt erlangen.

43 Waldzwerge werden derzeit im Kindergarten betreut.