Museumsverband lobt außergewöhnliche Ausstellung

Kunst und Kitsch im Muuuhseum Wust

Auf seiner Rundreise durch alle zum Museumsverband Sachsen-Anhalt gehörenden Einrichtungen kam der neue Geschäftsführer auch im Wuster Muuuhseum vorbei.

Von Anke Schleusner-Reinfeldt
Danny Könnicke (Mitte) begibt sich mit „Reiseführer“ Gerhard Faller-Walzer (links) und dessen Stellvertreter Rolf Ihlau in die kunterbunte Welt der Kühe um Muuuhseum Wust.
Danny Könnicke (Mitte) begibt sich mit „Reiseführer“ Gerhard Faller-Walzer (links) und dessen Stellvertreter Rolf Ihlau in die kunterbunte Welt der Kühe um Muuuhseum Wust. Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

Wust - Das Fazit von Danny Könnicke: Kunst und Kitsch machen einen Besuch empfehlenswert.

Gerhard Faller-Walzer, Sammler und Initiator des Muuuhseums und auch Vorsitzender des betreibenden Dorfvereins, sowie sein Stellvertreter Rolf Ihlau hießen den Gast willkommen. Sonst vor allem Historisches gewohnt, nahmen die Wuster den Gast mit auf eine Reise in die kunterbunte Welt der Kühe, die von Kitsch bis Kunst alles Erdenkliche bietet. Kurz riss Gerhard Faller Walzer an, wie es überhaupt zu dieser außergewöhnlichen Ausstellung kam: Als Kuh-Fan türmten sich bei ihm zu Hause immer Stücke, die er sich selbst kaufte oder auch geschenkt bekam. Irgendwann wurde zu Hause der Platz knapp und die Idee, die bislang ungenutzte Etage im Sommerschul-Speicher zum Kuh-Museums zu machen. Der Dorfverein setzte sich den Hut auf und seit 2009 werden vom Frühling bis Sommer Gäste begrüßt. Mit Stolz konnte der Sammler dem Geschäftsführer berichten, dass zwischen 200 und 400 Besucher alljährlich staunend und schmunzelnd durch die Ausstellung schlendern, „sie sind begeistert von der Vielfalt“, was auch in vielen Beiträgen im Gästebuch nachzulesen ist.

Unterhaltsam für alle Generationen

Ebenso angetan zeigte sich Danny Könnicke. „Ein außergewöhnliches Museum! Die Mischung aus Wissenswertem über die Kuh, aus Kunst und Kitsch ist sehr unterhaltsam – das mögen alle Generationen! Der kleine Verein betreibt das Museum mit großem Engagement und auch immer einem Augenzwinkern, das macht dem Besucher Freude! Ich würde mir nach der Stabilisierung der Corona-Lage längere Öffnungszeiten wünschen, was aber für einen Verein, der hier schon sehr gute Arbeit leistet, nicht leicht zu stemmen ist.“ Das Wuster Muuuhseum bereichere die vielfältige Museumslandschaft. In Sachsen-Anhalt sind mit 220 Museen rund 90 Prozent im Museumsverband vereint.

Der Verein kann sich Hoffnung machen, dass es auch für das Muuuhseum eine Pauschalhilfe vom Land geben wird. Denn coronabedingt konnten im vergangenen Jahr und auch 2021 bislang keine Gäste begrüßt werden – die Umsetzung eines Hygienekonzeptes ist für so einen kleinen Dorfverein nicht zu stemmen. Man muss also mit der Wiedereröffnung warten, bis es keine aufwendigen Vorschriften mehr gibt.