Havelberg l Überwältigt von der Resonanz auf ihre Aktion, Mund-Nasen-Masken zu nähen, um sie Bürgern zur Verfügung zu stellen, sind Christina und Gerald Friedl und das Team ihrer Havel-Apotheke. Bis Donnerstagabend wurden bereits 450 Stück verkauft. 30 fleißige Näherinnen aus Havelberg und Umgebung sorgen regelmäßig für Nachschub. „Dass die Aktion so viel Zuspruch und Mithilfe findet, hätten wir nicht gedacht. Es gibt auch viele Materialspenden“, ist Christina Friedl dankbar. Sie hatte sich vor zwei Wochen daran gemacht, erste Masken zu nähen und zum Mitmachen aufgerufen.

Die Masken werden zum Selbstkostenpreis verkauft. Geld, das die Näherinnen nicht für ihre Arbeit haben wollen, wird zu einem späteren Zeitpunkt für einen guten Zweck gespendet. Auch wenn noch immer der Erfolg der Masken – die nicht als Schutzmasken bezeichnet werden dürfen, das verstoße gegen das Medizinproduktegesetz, wie jetzt öfter im Internet zu lesen ist – diskutiert wird, hält die Apothekerin die Nutzung der Masken für sinnvoll. Schon aus Respekt vor anderen Personen, man wisse ja nicht, ob man das Coronavirus schon in sich trägt. „Die Tröpfchenflugbahn verringert sich auf jeden Fall und wir nehmen medizinischem Personal nicht die richtigen Schutzmasken weg.“ Das Interesse in der Bevölkerung gibt ihr recht. Immer öfter sieht man jetzt Menschen, die eine solche Maske tragen.