Orgelkonzert

Mehr als 3000 Euro für Sanierung

Die Orgel in Kamern wird 2018 runde 100 Jahre alt. Bis dahin soll sie saniert werden, weshalb der Orgelsommer ins Leben gerufen wurde.

Von Ingo Freihorst

Kamern l Das Spendenergebnis des Orgelsommers, welcher im Juli und August erstmals in der Seegemeinde Kamern stattgefunden hatte, hat die Erwartungen des Organisatoren Andreas Gierke übertroffen. „Über 3000 Euro sind zusammengekommen, damit hatte ich nicht gerechnet“, berichtete der Gemeindepädagoge auf Nachfrage. Ein Dankeschön geht hiermit an alle Beteiligten – sowohl Musiker als auch die fleißigen Helfer.

Wichtig war Andreas Gierke aber auch, auf die defekte Orgel aufmerksam zu machen. Jung und Alt waren bei den acht Konzerten in der Kirche versammelt gewesen, das Konzert mit der Nachwuchsband „Kopf & Kragen“ war wegen des tollen Wetters sogar kurzfristig in den Pfarrgarten verlegt worden.

Bei diesem Konzert waren denn auch die meisten Besucher erschienen, sie spendeten über 500 Euro. Das meiste Geld hatten Doreen Bäther und Karl-Heinz Gorges mit über 700 Euro erspielt, beim Irish-Folk-Konzert kamen über 400 Euro zusammen. Bis auf den Start war die Resonanz immer recht gut gewesen, sogar am Einschulungstag hatten sich fast 40 Zuhörer zum Orgelkonzert mit Maximilian Senst aus Neukamern eingefunden.

Es hatte viele positive Rückmeldungen gegeben, auch vom Gemeindekirchenrat, weshalb die Konzertreihe mit regionalen Musikern auch im kommenden Jahr fortgeführt werden soll. Gern können sich auch weitere Musiker melden, welche mit einem Benefizkonzert zum Erhalt der sanierungsbedürftigen Orgel beitragen wollen. Das Instrument wird pneumatisch betrieben – eine Technik, die nur noch selten anzutreffen ist. In zwei Jahren wird die in Frankfurt (Oder) bei der Firma Sauer erbaute Orgel 100 Jahre alt – bis dahin soll sie möglichst saniert sein. Nach der Wende hatte es bereits eine erste Instandsetzung gegeben, diese hatte der einstige Kamernsche Wolfgang Schröder finanziert.

Gefreut hatte sich Andreas Gierke auch über die Idee von Günter Klam, bei der Vorlesung aus dem „Wissen der Region“ (dazu morgen mehr) für das Instrument zu sammeln. Immerhin 121 Euro waren hierbei zusammengekommen.

Das nächste Mal ertönt die Kamernsche „Königin der Instrumente“ am kommenden Sonntag, 18. September, zum Schulanfänger- und Erntedank-Gottesdienst. Organist Dirk Schröder und die Jugendband werden diesen musikalisch begleiten, auch Hase und Igel werden dem Gotteshaus ihre Aufwartung machen. Der Gottesdienst beginnt um 14 Uhr, im Anschluss wird an die Kaffeetafel geladen.