Havelberg l Auf den Feuerwehrfahrzeugen befinden sich Digitalfunkgeräte, mit denen die Kameraden im Einsatz kommunizieren. Dafür ist eine Funklizenz erforderlich. Diese läuft für die bisher genutzten Handsprechfunkgeräte zum 31. Dezember dieses Jahres aus. Deshalb müssen neue beschafft werden, wofür das Land Sachsen-Anhalt 400 Euro pro Gerät beisteuert. 300 Euro müssen die Kommunen als Träger der freiwilligen Feuerwehren selbst bezahlen.

Die Hansestadt Havelberg hat insgesamt 21 neue Funkgeräte gekauft. Für 19 erhält sie die Förderung, berichtet Dieter Härtwig, Sachgebietsleiter im Ordnungsamt. Für die Feuerwehr in Garz wurde ein Funkgerät angeschafft, das explosionsgeschützt ist, informiert der stellvertretende Stadtwehrleiter Marvin Schmidt. Das ist erforderlich für den Fall, dass es einen Einsatz in der Biogasanlage des Haveldorfes gibt.

Mit Blick darauf, dass die Funklizenzen Ende 2020 auslaufen, hatten die Kameraden der Havelberger Feuerwehr beim Pferdemarkt 2019 die Geräte eines anderen Herstellers getestet – zwei Firmen bieten Digitalfunkgeräte an - und sich für den Kauf dieser entschieden. „Sie sind unserer Meinung nach von höherer Qualität“, so Marvin Schmidt. Kritikwürdig sind allerdings die kleinen Tasten, findet die Dieter Härtwig mit Blick darauf, dass die Kameraden sie im Einsatz mit Handschuhen bedienen müssen. Die Digitalfunkgeräte funktionieren wie im Handynetz. „Ich könnte auch mit jemandem in München kommunizieren. Im Direktbetrieb haben sie eine Reichweite von drei Kilometern“, erklärt Marvin Schmidt. Mit jedem Gerät kann mit der Leitstelle kommuniziert werden.

Die Geräte werden nun auf den Fahrzeugen installiert. Dann müssen die Kameraden noch geschult werden. Die Bedienung sei zwar einfacher, aber jeder muss dennoch wissen, wie er mit den Geräten umgehen muss.

Dienstabende finden bei der Feuerwehr in Havelberg coronabedingt momentan nicht statt, um die Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Wie schon im ersten Lockdown sind wochenweise jeweils zwei Kameraden eingeteilt, die sich im Gerätehaus um Pflege und Wartung der Fahrzeuge kümmern, damit sie im Ernstfall einsatzbereit sind.