Havelberg l Der Hauswirtschaftsraum, drei Unterrichtsräume und drei Technikräume der Havelberger Sekundarschule, davon zwei im Kellerbereich, die sich im Haus C des Schulzentrums befinden, können aufgrund der Wasser-Havarie ab dem  Schulbeginn am 15. August  vorübergehend nicht genutzt werden. „Unsere Schüler kriegen wir problemlos in unserem Hauptgebäude unter“, erklärt der amtierende Schulleiter Ulrich Gruber, den Lehrstoff in Hauswirtschaft und Technik zu vermitteln, dürfte sich allerdings zu einem größeren Problem gestalten. „Denn dafür fehlen uns jetzt einfach die dafür notwendigen Fachräume.“ So seien zum Beispiel alle a-Klassen im ersten Schulhalbjahr für den Unterricht im Hauswirtschaftsraum eingeplant, die b-Klassen dann im zweiten Schulhalbjahr. Für die a-Klassen dürfte das aufgrund der derzeitigen Situation überhaupt nicht funktionieren. Und auch der Lehrplan im Fach Technik könne für die Zeit der Sperrung des Hauses C so gut wie nicht abgearbeitet werden.

Ulrich Gruber, der bereits 37 Jahre im Schuldienst tätig ist und dabei etliche Baumaßnahmen mit begleitet hat, regt für die Zeit der Schadensbeseitigung im Haus C immer mal eine Runde mit allen Verantwortlichkeiten an, in der über den Baufortschritt berichtet wird. „Die Schulleiter und auch die Lehrer müssen darüber stets auf dem Laufenden sein“, ist seine Auffassung. Das Ziel müsse darin bestehen, nicht so sehr oder gar nicht in Mitleidenschaft gezogene Räume alsbald wieder nutzen zu können. Sowohl für die Sekundarschule als auch für das Gymnasium. „Abschnitt für Abschnitt freigeben“, formuliert es Ulrich Gruber. „Denn in den Containern gibt es keinen Beamer, keinen Monitor, keinen Internetanschluss. Im Haus C aber ist das alles vorhanden.“ Und es werde für eine qualitativ hochwertige Unterrichtsgestaltung auch benötigt.

Stundenplan umgearbeitet

„Ich bin gespannt, wie es mit dem Unterricht in den Klassenraum-Containern klappt. Denn mit solchen haben das Lehrerkollegium und haben die Schüler ja überhaupt noch keine Erfahrungen gemacht“, blickt Volker Woltersdorf, Schulfachlicher Koordinator an der Havelberger Außenstelle des Diesterweg-Gymnasiums Tangermünde-Havelberg auf das, was jetzt auf alle zukommt. Das Schuljahr sei trotz der Havarie in den Sommerfe­rien bestens vorbereitet worden. „Dass mal ein Wasserschlauch platzt, das kann immer mal passieren“, sagt er. Weil das Gymnasium seine Räume nicht nutzen kann, musste der ursprünglich angedachte Stundenplan etwas umgearbeitet werden. „Der Fachunterricht ist so gedacht, dass wir die dafür benötigten Räume in Mathematik, Chemie und Physik, so oft es geht, in der 7. und 8. Stunde im Gebäude der Sekundarschule nutzen. Denn an dieser endet der Unterricht in der Regel nach der 6. Unterrichtsstunde.“

Einige Experimente müssen warten

Komplett könne das allerdings nicht abgesichert werden. In Biologie, Physik und Chemie müssten einige experimentelle Teile aus diesem Grund auf das zweite Halbjahr verschoben werden.