Klietz l „Wie sich das alles verändert hat! Schön ist es geworden!“ Die Gäste der Volkssolidarität sind angetan, als Rolf Wendt ihnen das Haus zeigt. Er und seine Schwester Rita sind seit 2007 mit einem mobilen Pflegedienst selbstständig. Angefangen hatten sie in Havelberg, vor wenigen Jahren erfolgte dann der Umzug nach Klietz. Eigentlich sollte sich das Angebot auf die häusliche Pflege in den Orten rund um Klietz beschränken. „Aber die Nachfrage nach der Tagespflege wurde immer größer, so dass wir uns für diesen Schritt entschieden.“ Im vergangenen Jahr bauten Wendts, die bis dato nur ihr Büro und den Treffpunkt für die mobilen Schwestern in der Birkheide hatten, den einstigen Getränkemarkt aus. Ein gemütlicher Gemeinschaftsraum mit Küche, zwei Ruheräume und Sanitärbereich sind einladend und zweckmäßig eingerichtet. Natürlich alles ebenerdig, damit Rollstühle und Rollatoren gut rollen können.

Derzeit sieben Gäste

Derzeit sind es sieben Tagesgäste, die hier von morgens bis zum Nachmittag Zeit verbringen. „Es handelt sich bislang ausschließlich um unsere Patienten, die von uns auch in der mobilen Pflege zu Hause betreut werden“, erklärt Rolf Wendt. Langsam will man das Angebot auch für Fremde erweitern, „wir wollen aber nicht zu einer großen Einrichtung wachsen, sondern die Zahl der Gäste soll überschaubar bleiben“. Er spricht von rund 20 in den nächsten zwei, drei Jahren. Schließlich muss auch passendes Personal gefunden werden.

23 Schwestern

Insgesamt sind beim Pflegedienst 23 Schwestern beschäftigt, außerdem gibt es drei Mitarbeiter in der Verwaltung. Neu im Team ist Angela Hofmann. Zusammen mit Bärbel Meyer und Monique Meyer kümmert sich die Klietzerin, die zuvor in einem Stendaler Altenheim tätig war, um die Tagesgäste. „Das macht so viel Spaß, eine sehr dankbare Aufgabe!“ Die Gäste kommen morgens nach dem Frühstück zu Hause in die Einrichtung. Die Angebote sind ganz vielfältig. „Wir sind kreativ, es wird gestrickt und gehäkelt, öfters backen wir Kuchen, den es dann zum Kaffee gibt. Es werden aber auch mal Blumen umgetopft – was eben so anliegt und wozu unsere Gäste Lust haben. Natürlich wird auch zusammen Mittag gegessen“, erzählt Angela Hofmann.

Bilder

Eine, die die Angebote nutzt, ist Edith Post aus Fischbeck. Sie kommt erst seit kurzem in die Tagespflege. „Warum soll ich tagsüber allein zu Hause rumsitzen? Die Kinder sind erst nach Feierabend wieder da. Hier bin ich gut aufgehoben, es ist immer jemand da zum Erzählen und ich habe keine Langeweile“, sagt die 86-Jährige.

Aufenthalt im Freien

Wer sich mittags etwas ausruhen will, kann sich hinlegen oder es sich in den großen Relax-Sesseln bequem machen.

Ansonsten wird der Tag bei schönem Wetter viel draußen verbracht. Sitzplätze im Schatten gibt es genug. Und demnächst wird auch noch eine Terrasse, die hin zum Sportplatz führt, angelegt. Je nach Mobilität stehen hin und wieder auch mal kleine Ausflüge auf dem Plan.

Neben der Terrasse planen Wendts auch noch die farbliche Gestaltung der Fassade des Gebäudes.

Die Mitglieder der Volkssolidarität waren angetan. Christa Wagner: „Da braucht einem nicht bange zu werden, wenn man selbst mal auf Pflege angewiesen ist.“