Havelberg l Pflegekräfte werden auf dem Arbeitsmarkt dringend gesucht. Bereits heute arbeiten über eine Million Menschen in der Pflege. Das sind mehr Beschäftigte als in der deutschen Automobilindustrie, für die Deutschland weltweit bekannt ist. Trotzdem besteht in der Pflegebranche ein Mangel an Fachkräften, insbesondere in der Altenpflege. Im Evangelischen Seniorenzentrum Havelberg wurde dieser Tage eine neue Auszubildende begrüßt. Die gebürtige Havelbergerin Sandra Duille hat zuvor in der Einrichtung des Landesausschusses für Innere Mission (LAFIM) ein Praktikum absolviert und so schon etwas in den Pflegeberuf „hineingeschnuppert“. „Ich habe in den letzten 20 Jahren in den alten Bundesländern als Hotelfachfrau gearbeitet. Über die ganzen Jahre habe ich aber das Wasser vermisst, denn ich bin in meinem Elternhaus, in der Weinbergstraße, ja direkt am Wasser aufgewachsen. Dort, wo ich zuletzt gewohnt habe, gab es keinen Fluss, keinen See, einfach gar nichts“, so die 43-jährige Hansestädterin. Die Medizin und die Pflege von Senioren hat sie schon immer interessiert und das Seniorenzentrum hatte Sandra Duille schon immer ins Auge gefasst. „Es hat mich einfach angesprochen und die Kollegen hier sind auch sehr nett. Hinzu kommt der kurze Weg zur Arbeit, denn ich bin wieder bei meinen Eltern eingezogen“. Auf die altersmäßig spät begonnene Ausbildung angesprochen, meinte sie: „Ich habe noch etwa 25 Jahre Arbeitsleben vor mir und da mich dieser Beruf reizt, scheue ich mich nicht davor, eine dreijährige Ausbildung zu absolvieren“, so die Azubine.

Lesen und Wandern als Hobbys

Zu ihren Hobbys gehören das Lesen und Wandern, was ja hier sehr gut möglich ist. Früher hat Sandra Duille auch Wassersport betrieben, und sie trägt sich jetzt mit dem Gedanken eventuell damit wieder anzufangen.