Klietz l Herzklopfen an der Klietzer Schule! Sie ist Gastgeber der Preisverleihung „Umweltschule in Europa“ für alle teilnehmenden Schulen Sachsen-Anhalts. Als Gastgeber wollen sie unter Beweis stellen, warum sie schon seit 18 Jahren den Titel trägt. Anke Schleusner-Reinfeldt sprach mit Schulsozialarbeiterin Jacqueline Stempin über die Vorbereitungen auf den großen Tag.

Am Donnerstag ist es soweit! Wieviele Gäste erwarten die Klietzer Gastgeber?
Jacqueline Stempin:
Die genaue Anzahl kann ich nicht sagen, da sich noch nicht alle zurückgemeldet haben. Wir erwarten zirka 50 Gäste, darunter Vertreter der teilnehmenden Schulen aus Sachsen-Anhalt unter anderem von der Grundschulen Görzig und Rehmsdorf, was uns besonders freut, weil wir auch dort schon zu Gast waren und so manche Anregung für uns mitgenommen haben. Auch unsere zuverlässigen, langjährigen Kooperationspartner, zu der unter anderen die Scharlibber Agrargenossenschaft gehört, sind eingeladen.

Am Programm dafür wird schon seit Schuljahresbeginn gefeilt. Was erwartet die Gäste?
Ab 11 Uhr kommen die Gäste an. Die offizielle Auszeichnungsveranstaltung beginnt um 12 Uhr mit einem Programm der Schule. Im Anschluss werden unser Schulleiter Gunnar Berg, unser Schulleiter, Ulrike Bergmann als Amtsleiterin vom Schulverwaltungs- und Kulturamt des Landkreises Stendal sowie Verbandsgemeindebürgermeisterin Steffi Friedebold die Gäste begrüßen. Dann nimmt die Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung, Annegret Gülker, die Übergabe der Auszeichnungen an die Schulen vor. Der Tag soll zugleich anregende Gespräche und den Erfahrungsaustausch ermöglichen. Und natürlich wird es eine Vielzahl von Angeboten für die Mädchen und Jungen geben. So freuen wir uns beispielsweise sehr, dass Edith Läufer vom Museumshof kommt und mit den Kinder buttert – das wird sicher viel Freude bereiten.

Also sind alle Schüler, Lehrer und Mitarbeiter eingebunden. Wer unterstützt bei so einer großen Veranstaltung noch?
Da möchte ich zuerst die Eltern und Großeltern unserer Schüler nennen, welche nicht nur an diesem Tag, sondern auch die Aktionen im Laufe eines Schuljahres immer wieder unterstützen. Die Gemeinde Klietz, die zuverlässigen Mitarbeiter des Bauhofs, der Jugendclub, das Jagendzentrum Havelberg, das Biosphärenreservat Mittelelbe, die Freiwillige Feuerwehr unseres Ortes, Bäckermeister Cornelius Glaser und viele weitere sind an den umfassenden Vorbereitungen beteiligt.

Sicher zeigen die Klietzer Schüler zurecht stolz all ihre Beiträge der zurückliegenden Jahre. Was kann da beispielsweise alles präsentiert werden?
Wo fang ich da an? Als Schulsozialarbeiterin unterstütze ich erst seit 2012 die Umweltprojekte. Bereits 2001 erhielt die Schule ihre erste Umweltfahne. Kurz zusammengefasst ein paar Eckdaten: bisher 18 Umweltfahnen, mehr als 36 Projekte, eine Vielzahl von Präsentationsmappen, jährliches Fortführen von Projekten. Jede Menge Spuren wurden in all den Jahren hinterlassen – Wandtonarbeiten in der Aula der Grundschule, ein Krokodil wohnt seit 2001 im Schulgarten, ein Insektenhotel, eine Benjeshecke, ein Feuchtbiotop, weit über 150 Nistkästen neziehungsweise Nisthilfen, eine Kräuterspirale, vier Hochbeete aus Ziegelsteinen oder seit 2004 jährlich stattfindende Agrarspiele in Zusammenarbeit mit der Scharlibber Agrargenossenschaft „Elbeland“ gehören dazu. Und seit letztem Schuljahr ein Lehmofen auf dem Schulhof, den die Kinder unter fachlicher Anleitung selbst gebaut haben.

Ja – der ist ja die neueste Errungsenschaft der Schule ...
... und kommt auf jeden Fall am Donnerstag zum Einsatz. Es soll Pizza und Kuchen vor Ort gebacken und verzehrt werden. Auch Markus Grossert, der Lehmbauer, hat zugesagt, zu diesem Anlass nochmal nach Klietz zu kommen.

Auf den Lorbeeren ausruhen werden sich die Klietzer sicher nicht – womit soll die Jury im kommenden Jahr beeindruckt werden?
Stimmt, ausruhen werden wir uns nicht! Die Projekte für dieses Schuljahr starten demnächst. So werden die 4. Klasse ein Vogelprojekt und die 2. Klasse eine Igelprojekt durchführen. Auch das Abschlussprojekt der 4. Klasse wird ein Beitrag für die Umwelt sein. Das im Schuljahr 2000/2001 angelegte Feuchtbiotop soll erneuert werden. Auch dem Insektenschutz wollen wir uns wieder widmen. Wir haben noch viel vor, um unseren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.