Hegefischen werden nun nachgeholt

Schönhauser Angelfreunde starten verspätet in die Saison

Die erste Zusammenkunft nach coronabedingter Pause nutzte der Vorstand der Schönhauser Angelfreunde, um zunächst dem langjährigen Vorsitzenden zu gratulieren.

Von Anke Schleusner-Reinfeldt
Idylle pur an den Schönhauser Pachtgewässern.  Zu beobachten sind in mehreren Elblöchern gerade Schwanenpaare mit Nachwuchs.
Idylle pur an den Schönhauser Pachtgewässern. Zu beobachten sind in mehreren Elblöchern gerade Schwanenpaare mit Nachwuchs. Foto: Anke Schleusner-Reinfeldt

Schönhausen - Bernd Witt ist wenige Tage zuvor 65 Jahre alt geworden. Und er leitet den Verein seit nunmehr 30 Jahren – so lange gibt es die Angelfreunde Schönhausen auch schon. Wann das Jubiläum gefeiert wird? Wohl im November/Dezember, wenn die Corona-Situation es zulässt. Deshalb will der Vorstand mit der Planung auch noch nicht zu sehr ins Detail gehen. Es ist ohnehin genug anderes aufzuarbeiten, was seit Oktober letzten Jahres liegengeblieben ist. Etliche Hegemaßnahmen können jetzt nachgeholt werden. So spät wie nie findet das Anangeln am 20. Juni statt. Treff ist um 6.30 Uhr an der ICE-Brücke. Eine Woche später, am 26. Juni, findet dann das beliebte Familienangeln statt. Um 13.30 Uhr werden die Angeln im Kiesloch „Lampes Tannen“ ausgeworfen – einem Vereinsmitglied steht je ein Mitglied seiner Familie zur Seite. Anschließend wird gegrillt.

Damit der Nachwuchs in den Angelvereinen nicht abreißt, finden jährlich Prüfungen zum Erlangen des Fischereischeines statt. Der Schein, der zum Fang von lediglich Friedfisch berechtigt, ist ohne Lehrgang mit kurzer Prüfung zu beziehen – das entsprechende Prüfungsgespräch findet am 28. August statt, ab 21. August kann man sich anmelden. Und für den vollständigen Fischereischein, für den die Teilnahme an einem Lehrgang die Voraussetzung ist, findet die Prüfung im September beim Landkreis statt. Weil es sich um einen Nachholetermin handelt, sind die Plätze auch schon vergeben. Eventuell wird für dieses Jahr noch ein zweiter Prüfungstermin angesetzt im Herbst, „das ist noch endgültig zu entscheiden, so Eckhard Habiger, zweiter Vorsitzender der Angelfreunde und Vorsitzender der Prüfungskommission.

Arbeitseinsatz im September

Für September planen die Angelfreunde den nächsten Arbeitseinsatz. Denn der Termin zu Ostern dieses Jahres ist nur von wenigen Vereinsmitgliedern wahrgenommen worden. Das war wohl der Tatsache geschuldet, dass es coronabedingt keine gemeinsame Aktion war, sondern jeder Teilnehmer hätte einen Einzelauftrag erhalten. „Ich weiß, dass ich mich sonst auf die Angelfreunde verlassen kann und bin mir sicher, dass dann im September wieder eine rege Beteiligung herrscht“, so Bernd Witt. Überhaupt weiß er sich auf seine Mitstreiter zu verlassen. „Ohne sie hätte ich die zurückliegenden 30 Jahre nicht geschafft. Schließlich sind wir ein Verein mit 220 Mitgliedern – das muss ein Vorstand erst einmal stemmen.“ Ein schönes Geschenk zum Jubiläum ist für ihn die überarbeitete Homepage, die immer weiter wächst. Hier ist auch der Jahresplan zu finden. Die jetzt angegebenen Termine für 2021 bleiben bestehen.

Der Vorstand kündigt an, künftig verstärkt Kontrollen an den Pachtgewässern durchzuführen. Denn zuletzt wurden immer wieder Verstöße festgestellt – Angler ohne die gültigen Papiere ließen sich am Ufer nieder. Dem soll Einhalt geboten werden. Schließlich investiert der Verein in Besatzmaßnahmen viel Geld – davon sollen nur die Berechtigten profitieren. Zum Fischbestand lasse sich erst etwas sagen, wenn die ersten Hegemaßnahmen stattgefunden haben. „Auffällig ist, dass der Bestand der Seerosen nahezu komplett verschwunden ist“, so Bernd Witt. Der Biber bedient sich an dieser Wasserpflanze, die zum Teppich gewachsen, die Kinderstube der Fische ist.“ Der bislang nicht so trockene Frühling und Frühsommer und zwischenzeitlich hohe Pegelstände der Elbe sorgen noch für recht gut gefüllte Elblöcher, die in den zurückliegenden drei Sommern stark ausgetrocknet waren.

Glückwunsch zum „65.“ und zum „30.“ Bernd Witt (Mitte) freute sich über Präsente, die Eckhard Habiger  (links) und Manfred Flöter überreichten.
Glückwunsch zum „65.“ und zum „30.“ Bernd Witt (Mitte) freute sich über Präsente, die Eckhard Habiger (links) und Manfred Flöter überreichten.
Foto: Dan Reinfeldt