Bundeswehr

Soldaten aus Havelberg bereiten sich auf ihren Einsatz in Litauen vor

Rund 200 Soldaten des Panzerpionierbataillons Havelberg leisten aktuell Katastrophenhilfe im Hochwassergebiet und Amtshilfe wegen Corona. Ein Zug ist ausgenommen. Er bereitet sich auf den Einsatz in Litauen vor.

03.08.2021, 10:33
Soldaten des Panzerpionierbataillons 803 Havelberg sind am vergangenen Freitag zur Katastrophenhilfe in den Landkreis Ahrweiler gestartet.
Soldaten des Panzerpionierbataillons 803 Havelberg sind am vergangenen Freitag zur Katastrophenhilfe in den Landkreis Ahrweiler gestartet. Foto: Andrea Schröder

Havelberg - Andrea Schröder

130 Soldaten des Panzerpionierbataillons 803 Havelberg sind aktuell bei der Katastrophenhilfe im Landkreis Ahrweiler im Einsatz. Außerdem unterstützen um die 70 Soldaten per Amtshilfe in den Impf- und Gesundheitszentren in Sachsen-Anhalt. Ausgenommen von diesen Einsätzen ist ein Panzerpionierzug aus der 3. Kompanie, berichtete Bataillonskommandeur Ralph Peter am Freitag, als er die Soldaten ins Hochwassergebiet verabschiedet hatte.

Der Panzerpionierzug bereitet sich seit geraumer Zeit auf seinen Einsatz in Litauen vor, der im Frühjahr des kommenden Jahres beginnt. Er unterstützt das Panzergrenadierbataillon 411, das im mecklenburg-vorpommerschen Viereck stationiert ist. In drei Wochen beginnt die heiße Phase der Vorbereitung. Dann üben die knapp 40 Soldaten aus Havelberg im Gefechtsübungszentrum Heer auf dem Truppenübungsplatz in Letzlingen. Zwei Wochen werden sie sich dort aufhalten.

Beräumung des Flussbettes

Die 120 Soldaten, die sich am Freitag auf den Weg ins Katastrophengebiet begeben hatten – zehn weitere sind bereits seit vergangenen Mittwoch zur Vorerkundung dort – sind gut angekommen. Es gab keinerlei Ausfälle an den Fahrzeugen, berichtet Oberstleutnant Robert Thiele, dem zurzeit die Bataillonsleitung obliegt, da sich der Kommandeur auf seinen neuen Einsatzort in den USA vorbereitet. Die Frauen und Männer sind im Landkreis Ahrweiler beim Beräumen des Flussbettes eingesetzt. Jede Menge Schutt und Bäume müssen dort auch knapp drei Wochen nach der verheerenden Flut herausgeholt werden.

Die beiden aus der Elb-Havel-Kaserne mitgenommenen Pionierpanzer Dachs sind dabei im Dauereinsatz. Ebenso Kettensägen und Kipper. „Es gibt sehr viel zu tun im Katastrophengebiet. Für unseren Einsatz haben wir fast alle der Soldaten aus dem Urlaub geholt. Sie sind hochmotiviert und freuen sich, helfen zu können“, so Robert Thiele. Er macht sich ab Mittwoch, 4. August,

direkt vor Ort ein Bild von der Hilfe der Soldaten aus Havelberg.