Ukraine-Hilfe

Spender packen eine Doppelgarage in Wulkau bis zum Rand voll

Von Dieter Haase
Der Hilfsgütertransport aus Wulkau trug am Sonnabend dazu bei, einen Lagerraum der Evangelischen Anstaltskirchengemeine Lobetal bei Bernau gut zu füllen. Foto: Ukraine-Hilfe

Wulkau

Das Telefon bei Schneiders legte in der vergangenen Woche kaum mal eine Pause ein. „So viele Leute wollten einen kleinen oder größeren Beitrag für die Ukraine-Hilfe leisten“, berichtet die engagierte regionale Organisatorin aus Wulkau. Für die Annahme der Hilfsgüter im ortsansässigen Dachdeckerbetrieb hatte sie zeitlich begrenzte Termine vergeben, „damit die Leute nicht in einer Warteschlange stehen müssen und so vielleicht die Corona-Regeln nicht einhalten können“. Vom Ergebnis der Spendenaktion zeigte sie sich am Freitag dann aber dennoch sehr erstaunt. „Dass es so viel wird, hätte ich nicht für möglich gehalten.“ Dafür möchte sich die Wulkauerin bei allen Leuten bedanken, die zu dem großen Erfolg der Frühjahrs-Spendenaktion beigetragen haben. „Viele Spender sind auch aus dem südlichen Teil des Elbe-Havel-Landes gekommen, um etwas für die Ukraine-Hilfe abzugeben. Das hat mich sehr gefreut“, so Doris Schneider.

Allein 192 große Kartons aufgeladen

Ehemann Helmut Schneider führte genau Buch über all die Dinge, die am Freitagnachmittag für den Transport nach Bernau auf Kleintransporter und Anhänger aufgeladen wurden. Unter anderem kamen dabei über 192 große Kartons mit den verschiedensten Dingen als Inhalt zusammen. Weiterhin 18 Koffer mit Bettwäsche, 51 Kunststoffsäcke mit Wolldecken und Bettwäsche, 21 Federbetten, 18 Schlafsäcke, 15 Teppiche und Läufer, sieben Nähmaschinen, zwei Fahrräder, sechs große Essenbehälter, zwölf Kochtöpfe von ganz groß bis klein, drei Kinderwagen, zwei Babyschalen, zwei Kinderstühle, eine Kinderrutsche und jede Menge Spielzeug, um nur einen Teil all der vielen nützlichen Dinge zu benennen.

Zwei voll gepackte Kleintransporter

Als fleißige Helfer beim Beladen der Transporter und der Anhänger erwiesen sich Brigitte Pusch, Stefan Pagels, André Butscher, Marko Kemmerich und Mirko Schneider. Am Ende hatten sie die beiden Kleintransporter der Dachdeckerfirma und zwei Anhänger randvoll gepackt.

225 Euro für Transportkosten

Aber auch Bargeld konnte Doris Schneider entgegennehmen. Und zwar insgesamt 225 Euro. „Diese Spenden sind ebenfalls äußerst wichtig“, erklärt sie. „Die Mittel werden helfen, die Transportkosten von Bernau zu den verschiedenen Zielen in der Ukraine zu begleichen. Denn diese Kosten haben sich von Jahr zu Jahr verteuert.“

Am 4. Mai fährt ein Lkw in die Ukraine

Früh um 6 Uhr starteten am Sonnabend Stefan Pagels und Mirko Schneider als Fahrer zusammen mit Brigitte Pusch als Helferin in Richtung Evangelische Anstaltskirchengemeinde Lobetal. Dort wurden sie bereits erwartet und freudig in Empfang genommen. Das Abladen dauerte fast genauso lange wie das Beladen. Alle mitgebrachten Hilfsgüter sind hier zunächst zwischengelagert worden. Am 4. Mai soll sie dann ein Lkw ins Gebiet Lugano, ein Kriegsgebiet in der Ukraine, bringen. Hauptsächlich in Kinderheime dieser Region.