Havelberg l Zum 13. Mal öffnet sich 2019 bereits der Havelberger Adventskalender. Das Motto steht fest: „Advent, Advent... Jeden Tag eine Überraschung.“ Damit wird der Phantasie der Gastgeber, womit sie die kleinen und großen Gäste in der Adventszeit erfreuen möchten, wieder freien Lauf gelassen.

In den vergangenen Jahren hatte das Motto stets gewechselt. Angefangen hatte die Adventsaktion im Jahr 2007. Töpfermeisterin Ute Schröter lud damals zusammen mit der aus Havelberg stammenden Künstlerin Dorothée Zombronner dazu ein. Die Idee war, dass sich Geschäfte und Einrichtungen beteiligen und Kinder zu einem kleinen Beisammensein einladen. „Märchenhaft“ war das erste Thema. Dorothée Zombronner hatte dafür Bilder gemalt. Die zuvor verhüllten Schaufensterscheiben wurden zum jeweiligen Datum mit den Kindern enthüllt und es wurden Märchen vorgelesen. Treff war jeden Tag im Advent am Rathaus mit dem Weihnachtsmann. Von dort ging es zum jeweiligen Türchen.

Das Grundprinzip ist über die Jahre so geblieben. Inzwischen sind seit Jahren die Esel aus der Domkurie D8 dabei und begleiten den allabendlichen Tross vom Marktplatz aus zu den jeweiligen Gastgebern. Die Gastgeber bringen die Zahlen gut sichtbar an Fenster oder Türen an, so dass jeder im Vorfeld schon schauen kann, wer wieder mit dabei ist. Außerdem stehen die Stationen in der Volksstimme.

Wer sich überraschen lassen möchte, geht einfach zu 17 Uhr zum Rathaus und von dort mit Weihnachtsmann, Wichteln, Eseln sowie Kindern und Erwachsenen zum Adventskalendertürchen. Gern gesehen sind dabei viele kleine Laternen, die auf dem Weg leuchten.

Helfer willkommen

Entwickelt hat sich mit der Zeit auch das gemeinsame Singen bei den Gastgebern. Wer nicht textsicher ist, kann ins Liederheft schauen. Christina Blume begleitet schon seit vielen Jahren den Gesang auf Gitarre oder Akkordeon. Das macht sie auch in diesem Jahr wieder. Seit einiger Zeit mit dabei ist auch Annette Riemann. Unterstützen will dabei in diesem Jahr zudem Tilmann Schröder. Sein Papa Henning Hellwig gehört mit zum Stamm der Mitstreiter. Er mimt ebenso wie Ralf Billhardt und Hans-Jürgen Nisch den Weihnachtsmann. Gern sagen ihnen die Kinder Gedichte auf oder singen Lieder – manchmal bilden sich lange Schlangen. Weitere Unterstützer sind alljährlich dabei. Zum Beispiel auch für die Begleitung der Eselfamilie aus der D8. Hier freut sich Ute Schröter über Freiwillige.

Bernhard Maslow, der die organisatorischen Fäden in den Händen hält, hat für den Adventskalender 2019 bereits mit vielen Gastgebern gesprochen. Bis auf einen machen alle aus dem vergangenen Jahr wieder mit. Somit gibt es aktuell noch einen Tag, den 23. Dezember, der noch nicht besetzt ist. Beim Treffen der Mitstreiter am Donnerstag wurde bereits über Varianten gesprochen, damit sich auch an diesem Tag der Adventskalender öffnet. Doch sollte jemand Interesse haben, am Vorabend des Heiligen Abend Gastgeber zu sein, kann er sich gern noch melden. Am 24. Dezember öffnen sich dann die Türen des Paradiessaales am Dom, wo die evangelische Kirchengemeinde zum Krippenspiel einlädt.

Die Zahlen für Fenster oder Türen und den Begleitbrief zum Adventskalender erhalten alle Gastgeber nach dem nächsten Treffen des Organisationsteams. Dieses findet am Dienstag, 19. November, ab 17 Uhr in der Domkurie D8 statt.