WC-Häuschen

Wer einmal ganz dringend muss in Havelberg...

Von April bis Oktober kann in Havelberg in drei öffentlichen Toiletten der Kommune die Notdurft verrichtet werden. Vom November bis zum März ist das nur in einem WC-Häuschen möglich.

Von Dieter Haase
Am längsten steht in Havelberg das öffentliche Toilettenhäuschen in der Uferstraße für dringende menschliche Bedürfnisse zur Verfügung. In diesem Jahr ist es 30 Jahre alt geworden.
Am längsten steht in Havelberg das öffentliche Toilettenhäuschen in der Uferstraße für dringende menschliche Bedürfnisse zur Verfügung. In diesem Jahr ist es 30 Jahre alt geworden. Foto: Dieter Haase

Havelberg - Wer in Havelberg mit einem Fahrzeug oder zu Fuß unterwegs ist und dabei dann ganz plötzlich mal dringend klein oder groß austreten muss, hat dazu mehrere Möglichkeiten im öffentlichen Raum. „In der Stadt gibt es drei kommunale Toilettenhäuschen, die von jedermann genutzt werden können“, berichtet André Gerdel, Amtsleiter für Ordnung, Kultur und Soziales im Havelberger Rathaus. Eines davon befindet sich in der Uferstraße, eines in der Bahnhofstraße und ein weiteres auf dem Parkplatz an den Stadtwerken beziehungsweise am Domplatz.

Häuschen in der Uferstraße ist 30 Jahre alt

„Die älteste öffentliche Toilette in der Domstadt ist übrigens die in der Uferstraße“, fügt er an. „Diese gibt es schon seit 1991, also seit mittlerweile 30 Jahren. Die anderen beiden Toilettenhäuschen sind im Jahr 1995 entstanden.“ Alle drei WC-Häuschen sind übrigens behindertengerecht ausgebaut. Im Vergleich zur Uferstraße ist bei ihnen allerdings ein großer Unterschied zu beachten: In der Bahnhofstraße und im Dombereich öffnen sich die Türen der Häuschen für die Notdurft nur in Zeiten der Naherholungs- beziehungsweise der touristischen Saison. Diese erstreckt sich in jedem Jahr in der Zeit vom 1. April bis zum 31. Oktober.“ In der Uferstraße dagegen steht das öffentliche WC an jedem Tag im Jahr für Bedürftige zur Verfügung.

50 Cent Gebühr für die Benutzung

Ansonsten aber gibt es viele Gemeinsamkeiten. So zum Beispiel die Nutzungsgebühr von jeweils 50 Cent. Erst nach deren Einwurf öffnet sich die entsprechende Tür zur Damen- oder zur Herrentoilette gemeint ist. „Die Häuschen verursachen auch Kosten für die Stadt“, begründet der Amtsleiter die Gebühr.

Hohe Hygiene-Anforderungen

Als Beispiele nennt er unter anderem die tägliche Reinigung und die Ausstattung mit Desinfektionsspendern, die zumeist auch täglich aufgefüllt werden müssen. „Vor allem jetzt in Corona-Zeiten haben wir die Hygienestandards den hohen Anforderungen angepasst“, informiert André Gerdel.

Wasserfilteranlage war kaputt

Ein Problem habe es aber zuletzt mit dem Toilettenhäuschen im Dombereich gegeben, weshalb dieses nicht rechtzeitig zum Saisonbeginn in Betrieb genommen werden konnte. „Hier mussten erst Instandsetzungsarbeiten vorgenommen werden. Den Schwerpunkt dabei bildete ein Defekt der Wasserfilteranlage, die jedoch inzwischen repariert worden ist, so dass dieses Toilettenhäuschen seit gut zwei Wochen wieder benutzt werden kann."

Instandsetzungen und Reparaturen nehmen zu

Überhaupt würden sich Reparaturen und Instandsetzungen in allen drei WC-Häuschen häufen, was nicht zuletzt auf deren Alterszustand zurückzuführen sein dürfte. „Dadurch summieren sich die Kosten für die Stadt. Das Beste wäre aus diesem Grund, die in den Häuschen verbaute Technik in absehbarer Zeit komplett zu erneuern“, so der Amtsleiter.

Beseitigung von Schmierereien

Und leider sind immer wieder auch absichtliche Sachbeschädigungen zu beseitigen. Diese entstehen hauptsächlich durch Vandalismus und Graffiti-Schmierereien. Regelmäßig macht sich dadurch eine Reinigung vor allem der Türen erforderlich.