Vielbaum l Zum zweiten Mal gastierten die Kabarettisten der Leipziger „Pfeffermühle“ auf dem Saal des „La Palma“ in Vielbaum. Die Veranstaltung war bis auf wenige Plätze nahezu ausverkauft. Das freute auch Armin Stepanek, der die Zuschauer begrüßte und dabei auch schon auf das kommende Veranstaltungsjahr aufmerksam machte. Unter anderem wird der Besuch von Gregor Gysi am 24. April ein ganz besonderes Highlight im La Palma werden.

„Dabei gilt es möglichst rechtzeitig Karten zu bestellen“, empfahl Armin Stepanek. Anschließend legten die Kabarettisten mit ihrem abwechslungsreichen Programm los. Matthias Avemarg, Rebekka Köbernick und Rainer Koschorz brachten ihr Programm „Fairboten“ mit. Dabei heißt es zur Erklärung: „Fairboten ist wie ein Schneewittchenspiegel, in den man erwartungsvoll hineinschaut. Doch Achtung: Was Sie zu sehen bekommen, ist die nackte Wahrheit. Und die ist wahrlich oft genug zum Lachen komisch.“ Eben politisches Kabarett, welches auch gern mal provoziert und Tabus bricht.

In dem breit gefächerten Programm trafen die Zuhörer etwa auf gestresste Bauarbeiter, dessen Handys permanent klingelten, weswegen sie ihre Arbeit nicht erledigen konnten. Letztlich riefen sie sich gegenseitig an, um ihre nächsten Arbeitsschritte besprechen zu können. Der Wahnsinn und die bittere Erkenntnis: „Ohne Handys geht es nicht mehr.“ Auch wurde ein Sketch von sich „im Krieg“ befindlichen Lehrern dargestellt. Dabei ging es um Helikopter-Eltern. Das sind überfürsorgliche Eltern, die sich ständig in der Nähe ihrer Kinder aufhalten, um diese zu behüten oder besser – zu überwachen. Kein einfacher Job für Lehrkräfte, sich da heutzutage durchzusetzen.

Alles in allem gab es in Vielbaum einen satirischen Rundumschlag, der viele gesellschaftliche und vor allem politische Themen beleuchtete. Aspekte, die zum Nachdenken, aber vor allem auch zum Lachen animierten. Die Darbietungen wurden an diesem kurzweiligen Abend stets mit reichlich Applaus honoriert.

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