Dähre l Die Kleistauer haben viele Jahre immer wieder darauf hingewiesen, dass sie keine vernünftige Verbindung in ihren Ort haben. In diesem Jahr ist endlich etwas passiert. „Wir haben vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark Fördergelder bewilligt bekommen, damit der ländliche Weg Wendischhorst-Hohendolsleben ausgebaut werden konnte“, zeigt sich Dähres Bürgermeister Harald Heuer zufrieden. Knapp 200 000 Euro seien an Förderung für den etwa 350 000 Euro teuren Ausbau geflossen.

Empfang mit Kuchen

„Und die Einweihungsfeier in Kleistau: Sowas habe ich in meiner Zeit als Bürgermeister noch nicht erlebt“, schwärmt er. Etwa 25 Einwohner würden in dem Ort leben. „Bis auf zwei, die arbeiten mussten, waren alle da“, schildert Harald Heuer. Es sei ein sehr netter Empfang mit selbstgebackenem Kuchen gewesen. Auch die Chronik über die Straße und deren Ausbau habe ihn sehr beeindruckt.

Aufgrund der großen Summe für den Wegebau hätten nur noch einige Kleinigkeiten von der Wunschliste abgearbeitet werden können, blickt der Bürgermeister auf 2015 zurück. Dach und Außentreppe am Gemeindebüro in Dähre seien endlich modernisiert worden. Und ein Stück Gehweg an der Hilmsener Straße 6 in Dähre sei erneuert worden. „Im Rat haben wir gut zusammengearbeitet und alles gemeinsam auf den Weg gebracht“, bedankt sich Harald Heuer.

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Engagement der Vereine

Das Leben in der Gemeinde Dähre sei geprägt vom Engagement der Vereine. Karnevals-, Schützen-, Waldbad-, Reitverein, Chor, ältere und jüngere Gymnastikfrauen, der Dorfclub in Dahrendorf: Die Mitglieder sowie die Feuerwehrleute würden dafür sorgen, dass „das kulturelle Leben übers ganze Jahr funktioniert und gut angenommen wird“, schätzt er ein. Auch die Jüngsten aus den Kitas in Dähre und Bonese würden mit ihren Programmen bei Veranstaltungen für Glanzlichter sorgen. Verlass sei ebenfalls auf Pfarrer Silvio Scholz und die Kirchengemeinde. „Wenn wir am Volkstrauertag nach der Kranzniederlegung noch etwas zusammensitzen, dann ist das im Gemeinderaum möglich“, macht er deutlich.

Neid der anderen

„Wir halten es so, dass wir uns mit den Vertretern der Vereine an einen Tisch setzen und die Termine abstimmen. Das ist wichtig, damit das Miteinander funktioniert“, meint der Bürgermeister und weiß, dass andere Gemeinden auf dieses Zusammenwirken durchaus neidisch schauen würden. Dass alle an einem Strang ziehen, das zeige sich alljährlich beim Weihnachtsmarkt, den die Vereine gemeinsam organisieren. „Ein großes Dankeschön, dass es so prima funktioniert“, sagt Harald Heuer.

Der Gemeinderat versuche, die drei Dorfgemeinschaftshäuser in Bonese, Dahrendorf und Siedendolsleben weiter zu erhalten. Das bedürfe einiger Energie. „Wir haben uns dazu bekannt, das zu schaffen“, fügt er hinzu. Wünschenswert sei auch, dass das Waldbad eine Zukunft habe. Er sei aber optimistisch, weil der Förderverein sehr aktiv sei und sich intensiv bemühe, durch eingenommene Finanzen zum Erhalt mit beizutragen.

Geringe Wahlbeteiligung

Was ihn etwas traurig gestimmt habe, sei die geringe Beteiligung an der Bürgermeisterwahl mit gerade einmal 23 Prozent. „Auch wenn es nur einen Kandidaten gab: Mit der Stimmabgabe, egal ob dafür oder dagegen, zeigt man das Interesse an der Abstimmung. Da wäre es gut, wenn möglichst viele Wahlberechtigte ihr Votum abgegeben hätten“, meint der Dährer, der am 9. Januar 2016 den Staffelstab an den Lagendorfer Michael Olms übergeben wird. Olms war am 11. Oktober mit 285 von 296 abgegebenen Stimmen zum neuen Bürgermeister der Gemeinde gewählt worden.

Harald Heuer möchte nach insgesamt zwölf Jahren als Bürgermeister etwas kürzer treten. „Aber ich werde weiterhin Veranstaltungen in der Gemeinde besuchen“, sagt er und fügt hinzu: „Ich freue mich, dann als Rentner auch mal mitfeiern zu können.“