Kusey l Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Das haben sich am Donnerstag die Kuseyer Senioren von der Generation 60 plus gedacht und einen Ausflug in die Bäckerei von Torsten Spiegler unternommen. Dort wurde zunächst mal all jenen nachträglich gratuliert, die in jüngster Vergangenheit Geburtstag oder, wie im Falle von Karin und Fritz Schulz, goldene Hochzeit hatten.

Dann führte Spiegler seine Gäste in die „heiligen Hallen“ und erklärte ihnen die Handhabe der Gerätschaften, die das Handwerk erleichtern und „gesünder für den Rücken“ sind, wie der Bäcker meinte. Angefangen bei den Knetmaschinen über die Pressen, den Klimaschrank bis hin zum Ofen. Darin können gleichzeitig 160 Brote oder 600 Brötchen gebacken werden, erläuterte Spiegler, der sein Geschäft 1996 eröffnete und derzeit 13 Angestellte hat. Drei fahren mit den Verkaufswagen in alle Himmelsrichtungen, fünf sind in der Backstube und ebenfalls fünf wirbeln im Laden.

Heutzutage erwarten Kunden Vielfalt

Zum ständigen Angebot gehören 52 Sorten Kuchen, 24 Sorten Brot und 14 Sorten Brötchen. An den meisten Tagen beginnt die Arbeit um 0.30 Uhr. Zunächst wird sich den Kuchen, dann den Broten, später den Brötchen und schließlich speziellen Kundenwünschen gewidmet.

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Um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, „muss man immer neue Wege suchen. Man darf sich nicht ausruhen“, berichtete Spiegler und verwies auf das Catering oder neuerdings auch auf die Facebook-Präsenz. „Heutzutage ist Vielfalt gefragt. Von nix kommt nix“, sagte der Bäcker und betonte, dass ihm die Arbeit nach wie vor großen Spaß bereitet. „Das ist ein schöner Beruf. Sonst würde ich sicher nicht jeden Tag so früh aufstehen.“ Sollten seine Kinder eines Tages in seine Fußstapfen treten, „dann würde mich das natürlich sehr freuen. Aber das ist ihre Entscheidung“, sagte Spiegler, der die Senioren später natürlich noch von seinen leckeren Backwaren kosten ließ.