Klötze l Schlafzimmer, Küche und Bad – viele Wohnwagen und Wohnmobile sind kleine Häuser auf Rädern. Wer mit solchen Gefährten auf Tour geht, braucht sich über den Schlafplatz für die nächste Nacht keine Gedanken machen, denn das Bett ist immer dabei. Bleibt nur die Frage, wo über Nacht geparkt wird?

Wer mit dem Wohnmobil oder -anhänger in Klötze unterwegs ist, kann etwa den „Reisemobilstellplatz am Waldbad Klötze“, so der offizielle Name, ansteuern. Die Fläche an der Schützenstraße 48 scheint längst kein Geheimtipp mehr zu sein, regelmäßig machen dort Reisende mit ihren Fahrzeugen halt, bevor sie zur nächsten Etappe ihrer Tour aufbrechen. Einigen scheint es so gut in der Purnitzstadt zu gefallen, dass sie wohl etwas länger bleiben. Manchmal über Wochen. Oder über drei bis vier Monate. „Seit März stand dort ein Camper mit Hund und Auto“, schilderte Ratsfrau Ilka Speckhahn (SPD) ihre Beobachtungen während der jüngsten Sitzung des Klötzer Ortschaftsrates. Später hätten sich weitere Gäste hinzugesellt, mittlerweile sei der erste Camper wieder weg, wie es hieß.

Schild mit Regeln vorgeschlagen

Wer prüft eigentlich, wie lange die Gäste dort mit ihren Fahrzeugen stehen? Gibt es konkrete Regelungen?, wollte Ilka Speckhahn während der Sitzung wissen. Zwar würden die Nutzer Geld für Strom und Wasser abführen, doch es sei kein Dauercampingplatz, wie es hieß. Sie habe es als frech empfunden, dass sich manche Camper „so breit gemacht“ hätten. Ilka Speckhahn bat darum, das Thema ins Klötzer Ordnungsamt zu geben, denn der Stellplatz „ist gut besetzt“, wie sie sagte.

Mit einer konkreten Antwort konnte auch Einheitsgemeinde-Bürgermeister Uwe Bartels nicht dienen, der ebenfalls an der Sitzung des Ortschaftsrates teilnahm. Es entziehe sich seiner Kenntnis, ob die Nutzungsdauer des Stellplatzes begrenzt sei. Es gebe eine Nutzungssatzung, in der stehen müsste, wie es sich damit verhält. Er wolle das im Rathaus prüfen lassen, kündigte Uwe Bartels an.

Man sollte doch bitte ein Schild mit den Regeln am Stellplatz aufstellen, schlug Ratsherr Frank Fritzsche (CDU) vor. „Woher wissen die Leute sonst, wie lange sie dort stehen dürfen?“, begründete er. Das müsse geklärt werden.