Rohrberg l Das Rohrberger Baugebiet zwischen dem Holzweg und der Bahnhofstraße ist beliebt. In den vergangenen Jahren ging ein Bauplatz nach dem anderen weg, viele Familien haben sich dort ein neues Zuhause geschaffen. Doch noch sind fünf Flächen frei, auf denen gebaut werden kann. Erst wenn diese vergeben sind, hat die Gemeinde eine echte Handhabe, an anderer Stelle neue Bauplätze oder gar ein neues Baugebiet auszuweisen. „Im Moment sind wir ausgebremst. Deswegen wollen wir alles versuchen, um weitere Interessenten anzulocken“, meinte Bürgermeister Bernd Schulz im Volksstimme-Gespräch.

In erster Linie soll dies durch verstärkte Werbung geschehen. Große Schilder könnten an den Rohrberger Ortseingängen auf das Angebot an Bauplätzen hinweisen. „Vielleicht überlegt der eine oder andere dann ja doch, sein Haus bei uns zu bauen“, so Schulz. Im Visier sind vor allem durchfahrende Pendler, die näher an ihre Arbeitsstätten in Niedersachsen wohnen wollen. Für sie liegt Rohrberg verkehrstechnisch gesehen ideal, direkt an der Bundesstraße 248, die die Altmark mit der Region um Brome und Wolfsburg verbindet.

Bedarf ist da

„Der Bedarf an Bauplätzen ist da. Das sieht man in Brome und anderen niedersächsischen Orten an der ehemaligen Grenze, wo ein Baugebiet nach dem anderen ausgewiesen wird“, erklärte der Ortschef. Und auch die nötige Infrastruktur bietet Rohrberg mit seinen Einkaufsmöglichkeiten, der Kindertagesstätte, den Sport- und Freizeitstätten und der Gaststätte.

Dass unter den fünf noch zu vergebenden Flächen mitunter auch recht kleine sind, muss nicht stören. „Es können auch mehrere zusammen gekauft werden, alles ist möglich“, so Schulz. Schwierig an den Mann oder die Frau zu bringen seien zwar Bauplätze, die eine gewisse Hanglage aufweisen. Doch mit einigen Erdbewegungen könne auch hier ein schönes Plätzchen für das eigene Heim geschaffen werden. „Die Gemeinde ist für alle Anfragen offen“, hofft der Bürgermeister auf Interessenten.

Gespräche

Bauwillige gab es in Rohrberg auch in den vergangenen Monaten. Doch die sind meist auf private Flächen im Ort ausgewichen oder haben mangels Alternative gleich im Nachbarort Beetzendorf nach einem Bauplatz gesucht. Außer dem Baugebiet hat die Gemeinde derzeit nichts anzubieten. Eine Alternative wäre beispielsweise die Feldstraße, die bisher als Außenbereich nicht bebaut werden darf. Hier hofft der Bürgermeister darauf, dass sich das in Zukunft vielleicht ändert. Im Juni soll es einen Vor-Ort-Termin mit dem Bauordnungsamt des Altmarkkreises geben. „Wir wollen uns gemeinsam alle Stellen im Ort ansehen, wo rein theoretisch noch Bauplätze entstehen könnten. Dann werden wir weitersehen“, erklärte Bernd Schulz.

Auch im Nachbarort Ahlum gibt es ein Baugebiet direkt an der Bundesstraße. Doch hier hat sich bisher kein einziger Bauwilliger gefunden. Über die Gründe für die Unattraktivität kann nur spekuliert werden. „Vielleicht ist es damals einfach falsch konzipiert worden“, vermutet der Rohrberger Bürgermeister. Interessenten, die sich ein eigenes Heim in Ahlum schaffen wollten, seien bisher lieber auf Lückenbebauung im Ort ausgewichen.