Klötze l Von der Spendenbereitschaft der Klötzer Mitbürger ist Ursula Bierbaß sichtlich angetan. Nach dem Volksstimme-Artikel vom 26. März bekam sie reichlich Unterstützung von Apotheken, Privatpersonen, aber auch von Arztpraxen. „Ich möchte mich für die große Hilfsbereitschaft und bei den Spendern recht herzlich bedanken. So eine große Resonanz habe ich nicht erwartet“, betont die sichtlich gerührte Klötzerin. Sie konnte sich nach dem Artikel vor 14 Tagen sprichwörtlich vor Anrufen und Unterstützung nicht mehr retten. Allerdings gibt die 66-jährige Krebspatientin zu bedenken, dass sich kein Berufspolitiker bei ihr gemeldet hat. Darüber ist sie doch etwas enttäuscht.

Ganz anders war die Solidarität aus der Bevölkerung. Neben Apotheken und Drogerien, hat ihr auch eine selbst krebskranke Frau aus der Wilhelm-Busch Straße in Klötze eine Flasche Desinfektionsmittel geschenkt. Mittlerweile sammeln sich die Sprayflaschen in ihrer Wohnung. Etwas über einen Liter hat sie aktuell im Haushalt vorhanden. Das reicht nach eigenen Angaben etwa sechs Monate. „Ich hätte noch locker drei bis vier Flaschen mit Desinfektionsmittel mehr bekommen können. Doch ich habe sie abgeleht. Darunter waren auch zwei Privatpersonen. Ich will das Mittel ja nicht horten. Andere kranke Menschen benötigen in dieser schweren Zeit das Desinfektionsmittel genau so sehr wie ich. Deshalb sollen sie es bekommen“, sagt die 66-Jährige.

Lob an die Supermärkte und andere Einrichtung

Gerade in den Zeiten der Coronakrise, so Ursula Bierbaß, müssen auch die chronisch kranken Menschen zusammenhalten und sich wenn möglich, gegenseitig unterstützen. Das ist gelebte Solidarität. Ursula Bierbaß lobt besonders die Klötze Supermärkte und die anderen Einrichtungen. Dort werden die Einkaufswagen desinfiziert und am Eingang stehen entsprechende Mittel zur Reinigung der Hände zur Verfügung. Das hilft Ursula Bierbaß und den anderen chronisch kranken Menschen bei der Desinfizierung der Hände weiter und spart eigenes Hygienemittel.

Aber auch beim Thema Atemschutzmasken ist die 66-Jährige gut ausgestattet. Während eines Arztbesuches wurde sie damit versorgt und auch in einem Geschäft bekam sie einen Mundschutz. Damit ist die Krebspatientin vorerst im Schutz gegen das Coronavirus gut ausgerüstet.