Steimke l Schon von weitem waren die bunten Himmelsstürmer am Himmel über Steimke zu sehen. Allen voran Rudi Rabe, der große schwarze Vogel mit einer Spannweite von fast vier Metern. Und das auch noch im Doppelpack. Denn die Drachenfreunde aus Wolfsburg und Rühen hatten zwei davon mitgebracht, informierte Günther Krause, der selbst fünf Standdrachen gestartet hatte. „Da oben ist mehr Wind“, hatte er beobachtet. „Die oberen Drachen legen sich auf die Strömung und sinken nicht so schnell.“

Am anderen Ende des Ackers versuchten zwei Kinder und zwei Erwachsene, ein rotierendes Rad aufsteigen zu lassen. Das ist mit Hunderten von LED‘s bestückt, die im Dunkeln leuchten, verriet dessen Besitzer. Allerdings musste das Rad ständig gezogen werden, weil der Wind zu schwach war. Doch zum Glück wehte überhaupt ein Lüftchen.

Bunte Muster

Zum Steimker Dorfklub gehören sieben Mitglieder, informierte Stefanie Kumlehn im Gespräch mit der Volksstimme. „Wir suchen immer neue Mitstreiter“, sagte sie. „Zwei Pärchen haben schon ihr Interesse bekundet.“ Das bringe auch neue Ideen in die Klubarbeit.

Seit Mitte der 1980er Jahre gibt es den Dorfklub nun schon. Wie lange das Drachenfest bereits veranstaltet wird, vermochte niemand so genau zu sagen. Beim Anleuchten des Weihnachtsbaums und beim Aufstellen des Maibaums übernimmt der Dorfklub zudem regelmäßig den Grill.

Beim Drachenfest sorgten die Mitstreiter auch für Kuchen und Kaffee. Schokotörtchen hatte zum Beispiel Anika Ahlfeld gebacken.

In der Zwischenzeit bemalten Kinder weiße Drachen mit bunten Mustern und Gesichtern. Dafür bekamen sie kleine Präsente. Im Anschluss ließen sie ihre Drachen in den Himmel aufsteigen.