Neuer Jugendweihe-Verein

Eltern von hier machen sich für die Jugend aus den Regionen Klötze und Beetzendorf stark

Von Meike Schulze-Wührl
Die Festveranstaltung im Klötzer Altmarksaal ist für die Jugendlichen der Höhepunkt beim Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter. Symbolisch dafür trennen sie sich von einem Spielzeug oder Kuscheltier.
Die Festveranstaltung im Klötzer Altmarksaal ist für die Jugendlichen der Höhepunkt beim Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter. Symbolisch dafür trennen sie sich von einem Spielzeug oder Kuscheltier. Foto: Meike Schulze-Wührl

Klötze

Da für dieses Jahr keine konkreten Planungen möglich sind, konzentriert sich die Elterngruppe, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die Jugendweihen im Klötzer Altmarksaal organisiert hat, auf das Jahr 2022. Allem voran steht eine Vereinsgründung, damit Jugendliche künftig unter dem Dach des Vereins „Jugendweihe Klötze“ ein Jahr lang intensiv auf dem Weg des Erwachsenwerdens begleitet werden können.

In dem Verein, der sich bereits in Gründung befindet, wollen bislang mehr als zehn engagierte Ehrenamtliche mitwirken, die aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen können.

Kerstin Hilbig ist im Ruhestand

So ist beispielsweise Britta Larzarz aus Klötze mit dabei, seit ihr erster Sohn vor 16 Jahren die Jugendweihe erhielt. Kathleen (Kessy) Jübermann kam vor 13 Jahren wiederum durch die Jugendweihe ihres ersten Sohnes zum Team um Kerstin Hilbig. Diese hatte seit 1990 die Jugendweihen in Klötze federführend mitgestaltet und auch ihren Enkel Torben in die Helfergruppe rekrutiert. „Mit der Bitte für die Veranstaltung im Saal die Stühle zu stellen, ging es los, da war ich 13, 14 Jahre alt“, erinnert er sich, dann kamen von Jahr zu Jahr mehr Aufgaben hinzu – „vom Briefefalten über Mails verschicken bis hin zu wichtigen organisatorischen Aufträgen“ , so dass auch er auf eine mittlerweile sechsjährige Erfahrung zurückblicken kann. Weitere Ehrenamtliche kommen aus Orten um Klötze und aus der Region Beetzendorf. Einzig nicht mehr dabei ist Kerstin Hilbig, die sich in den verdienten Ruhestand verabschiedet hat.

Nach notarieller Prüfung folgt Versammlung

„Wir wollen Kerstins Erbe antreten und sind sehr motiviert, den Jugendlichen aus der Region Klötze und Beetzendorf ab dem kommenden Jahr wieder einen festlichen und würdevollen Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter zu ermöglichen“, bringt es Kessy Jübermann auf den Punkt. Der Anspruch, dem sich die Mitwirkenden der „Jugendweihe Klötze“ stellen, ist kein geringerer, „als den Heranwachsenden ein unvergessliches Jahr auf dem Weg ins Erwachsenenalter zu bereiten“. Mit jeder Menge Veranstaltungen wie Besuch der Sparkasse, Teenager-Sprechstunde beim Gynäkologen, Fitness-Tag, Selbstverteidigungskurs, Schnupper-Kickboxen, vielen weiteren Angeboten sowie dem Knigge-Kurs. Dann dürfte am großen Tag nichts schief gehen, wenn zum krönenden Abschluss im Altmarksaal die große Festveranstaltung stattfindet. Und über allem steht das Motto: „Von Eltern von hier für Jugendliche von hier“.

Nach derzeitigem Stand dürfte die Vereinsgründung spätestens mit Beginn des Schuljahres 2021/2022 abgeschlossen sein. „Derzeit läuft die notarielle Prüfung“, gibt Torben Hilbig einen Zwischenstand. Wenn die abgeschlossen sei, solle die Gründungsversammlung stattfinden und könne so richtig losgelegt werden. Vielleicht, wenn Corona es zulässt, mit einer Kennenlern-Disco, die bis zum Jahr 2019 immer das Eröffnungshighlight war. Da es in jüngster Vergangenheit schon oft Fragen von Eltern aktueller und kommender Jugendweihlinge gegeben habe, sei bereits eine Mail-Adresse (kontakt@jugendweihe-kloetze.de) eingerichtet worden, über die Fragen an die Organisatoren gestellt werden können, „und die wir natürlich schnellstmöglich beantworten“. Wenn es Eltern gebe, die sich künftig mit engagieren möchten, seien diese gerne gesehen – als Vereinsmitglieder, ehrenamtliche Helfer oder auch Sponsoren.

Britta Larzarz (von links), Torben Hilbig und Kathleen (Kessy) Jübermann gehören zur Elterngruppe, die sich künftig im Verein „Jugendweihe Klötze“ engagieren will und für das Jahr 2022 schon mit der Planung begonnen hat.
Britta Larzarz (von links), Torben Hilbig und Kathleen (Kessy) Jübermann gehören zur Elterngruppe, die sich künftig im Verein „Jugendweihe Klötze“ engagieren will und für das Jahr 2022 schon mit der Planung begonnen hat.
Foto: Meike Schulze-Wührl