Klötze l Einmal im Jahr trifft sich in Klötze eine Jury und prämiert für den Rawfood-Award die besten roh-veganen Rezepte. Am Freitag war es wieder soweit: Autoren, Blogger und Köche bereiteten in den Räumen der Knufmann GmbH die neun Gerichte zu, die es in die Endrunde geschafft hatten. Und natürlich ließen sich die neun Frauen und Männer, die unter anderem aus München, Hamburg oder Berlin angereist waren, die Kreationen dann auch schmecken, um Punkte für die Bewertung zu verteilen. Insgesamt wurden rund 40 Rezepte für die diesjährige Ausgabe des Wettbewerbs eingereicht, sagte Kirstin Knufmann, Geschäftsführerin der gleichnamigen Firma, die bereits zum neunten Mal zum Mitmachen aufgerufen hatte.

Bewertet wurde in den Bereichen „Professional“, dazu zählten zum Beispiel Köche und Blogger, sowie „Non-Professional“. In jeder Kategorie wurden am Freitag die drei besten Gerichte gesucht. Das endgültige Ergebnis stand am Abend allerdings noch nicht fest. Dieses soll Anfang nächster Woche bekannt gegeben werden. Beteiligt haben sich Laien und Profis aus Deutschland, aber auch aus Österreich, der Schweiz und Spanien, zählte Kirstin Knufmann auf. Das Motto lautete in diesem Jahr „Querbeet – Quer durchs Beet und Meer!“. Gefragt war, wie sich regionale Zutaten etwa mit Algen verbinden lassen. Eine Voraussetzung für die Rezepte lautete, dass alle Zutaten vegan und in Rohkostqualität sind.

Wettbewerb bleibt in Klötze

Hauptsächlich haben die Profis herzhafte Gerichte zubereitet, so Kirstin Knufmann. Nur eine Torte war als süße Speise vertreten. Verlockend klangen die Namen, die die Teilnehmer ihren Kreationen gaben. Da gab es zum Beispiel einen Cassis-Algen-Buttercreme-Kuchen. Jemand anderes hatte sich für Urlaubsgrüße aus Lima, Hamburg und Marseille entschieden und ein „fruchtiges Strauchtomatenceviche, Labskausröllchen und Bouillabaisse-Shot mit goldener Rouille eingereicht. Noch länger war der Titel eines anderen Rezeptes: „Rote-Bete-Algen-Curls in dezenter Walnuss-Vinaigrette mit Spirulina-Chili-Creme im Paprikakörbchen“. Sehr lecker sah auch der Powersalat mit Dinoei aus – ebenfalls ein rein veganes Rezept. Denn das Eigelb ist eigentlich ein Kokos-Curry. Dazu gibt es blaue Spirulina-Algen. Bevor die Gerichte von der Gruppe gekostet wurden, kam noch die Fotokamera zum Einsatz, um die hübsch angerichteten Speisen zu verewigen.

Der Rawfood-Award soll übrigens auch in der Zukunft weiterhin in Klötze vergeben werden, sagte Kirstin Knufmann. Zwar sei auch schon einmal darüber nachgedacht worden, damit in eine größere Stadt umzuziehen, doch diese Idee wurde wieder verworfen. Immerhin gebe es ihn jetzt seit neun Jahren an dem Standort, an dem er gewachsen sei. Außerdem bringe der Wettbewerb ein gewisses internationales Flair in die Purnitzstadt, so die Unternehmerin.