Klötze Sperrmüll-Problem

Finale Lösung für die Zukunft gesucht

Von Henning Lehmann

Klötze Zwar hat die Deponie GmbH des Altmarkkreises Salzwedel die riesigen Mengen an Sperrmüll am Montag und auch gestern mit mehreren Fahrzeugladungen entsorgt. Dennoch ist ein nicht unerheblicher Teil von Abfall, der nicht in den Sperrmüll gehört, übriggeblieben. Den müssen die Klötzer Wohnungsbaugenossenschaft und Wohnungsbaugesellschaft in den kommenden Tagen entsorgen, damit das Gelände um den Garagenkomplex wieder ungehindert begehbar und auch befahrbar ist.

Kreis-Umweltamtsleiterin Katrin Pfannenschmidt hatte sowohl der Klötzer Genossenschaft als auch der Gesellschaft ein Angebot unterbreitet, den restlichen Abfall, der überwiegend aus Bauschutt und Holzelementen besteht, kostenpflichtig zu entsorgen. Doch das Angebot wurde von den beiden Geschäftsführern Heike Meise (Genossenschaft) und Jens Passier (Gesellschaft) nicht angenommen.

Fahrzeuge erreichenzahlreiche Eingänge nicht

Nun entsorgen die beiden Unternehmen als Eigentümer der Fläche mit ihren Hausmeistern die zurückgebliebenen Abfälle am morgigen Tag. Dazu haben sie schon mehrere Container geordert. „Da sich der Altmarkkreis nicht an den Entsorgungskosten beteiligt, war das Angebot nicht tragbar“, begründet Heike Meise die Absage. Für Umweltamtsleiterin Pfannenschmidt steht hingegen nach der gestrigen enormen Abholaktion auch fest, dass es so etwas nicht noch einmal geben wird. „Das war in dieser Form das letzte Mal“, stellte sie klar und wird den beiden Firmen das auch schriftlich mitteilen. Denn um den Garagenkomplex im Wohngebiet Wasserfahrt hatte sich nicht nur enorm viel Sperrmüll vor dem Abholtermin am 20. April angesammelt, sondern auch andere Materialen, wie unter anderem Bau- und Elektroabfall sowie Autoteile, Sanitärkeramik, Fenster, Türen, Parkett und Gartenzäune. „Was in den Sperrmüll gehört, haben wir abgefahren“, betont die Umweltamtsleiterin.

Für Heike Meise ist die Ursache für den Sperrmüllberg einfach zu erklären. Weil die Entsorgungsfahrzeuge in diesem Bereich gut heranfahren können, haben die Mieter den Sperrmüll dort abgeladen. Allerdings stellt sie auch klar, dass auch jede Menge externer Sperrmüll sowie anderer Abfall um den Garagenkomplex entsorgt wurden. Ein Grund ist auch die neue Straße, die durch das Wohngebiet als Durchfahrtstraße führt und förmlich zum Müllabladen auf dem Areal vor dem Garagenkomplex einlädt. Meise fordert – in Zusammenarbeit mit dem Kreisumweltamt – eine finale Lösung für die zukünftigen Sperrmüllaktionen. Denn in den Eingängen an der Wasserfahrt 11 bis 16 und 17 bis 19 können die Fahrzeuge den Sperrmüll nicht abholen, weil die Straße zu eng ist. „Auch diese Mieter haben ein Recht auf eine Sperrmüllentsorgung“, machte Heike Meise deutlich.

Jens Passier appelliert an die Mieter der Wohnungsbaugesellschaft, den Sperrmüll immer vor die Haustür zu stellen. Denn vor nicht angeschlossenen Grundstücken, wie im Fall der Klötzer Garagen, wird kein Sperrmüll abgefahren, weil keine Haushalts-Zuordnung erfolgt, betont er und ergänzt, dass der Altmarkkreis Salzwedel keine zentralen Müll-Sammelplätze zulässt.