Kusey l Eine teure und umfangreiche Sanierung ist im Evangelischen Landjugendzentrum (ELZ) in Kusey erforderlich. Der Grund sind Nässeschäden, die dem Gebäude zusetzen. Nicht mehr gerettet werden können die Toiletten, die Duschräume und der Heizungsraum. Arbeiten am Dach sind nötig, außerdem sind die Außenwände nass, wie es schon vor einiger Zeit aus dem Landjugendzetrum hieß. Schon jetzt steht fest, dass die Arbeiten nicht billig werden. Fast 50.000 Euro seien für den Abriss und Neubau des sanitären Bereichs und des Heizungsraums sowie für die Reparatur des Daches kalkuliert, wie es vor einigen Monaten schon hieß. Das Problem: Die eigenen Mittel und Fördergelder reichen nicht. Um die Lücke zu schließen, ist man auf Spenden angewiesen.

Ein bisschen aufgefüllt wurde die Spendenkasse am Sonntag. Die älteren Pfadfinder, die sich regelmäßig im ELZ treffen, hatten gemeinsam mit ihren Eltern einen Flohmarkt in den Räumen des Landjugendzentrums organisiert. Die Standgebühren, die dabei erhoben wurden, gingen als Spende an das ELZ. Ebenso die Einnahmen aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen, berichtete die Leiterin des Zentrums, Birgit Timme.

Breites Angebot

Insgesamt 16 Stände wurden am Sonntagvormittag im Erdgeschoss aufgebaut. Damit wurde der Platz ziemlich knapp. „Mehr geht nicht“, war sich Timme sicher. Mit der Zahl an Ständen sei man die Grenzen des Gebäudes gestoßen. „Am Anfang habe ich damit nicht gerechnet“, sagte die Leiterin über den Zuspruch. Neben den Familien der Pfadfinder, die unter anderem Kindersachen, Bücher, Spielzeug, DVDs, Schuhe, Lampen und mehr im großen Gruppenraum und im Eingangsbereich angeboten haben, seien auch Flohmarkthändler von auswärts gekommen. Klötzer, Kunrauer, Steimker, Ristedter, Beetzendorfer seien unter anderem dabei gewesen. Gegen Mittag hätten eigentlich nur noch ein paar mehr Besucher gefehlt.

Es sei der erste Flohmarkt dieser Art gewesen, wie es hieß. Ob es in Zukunft eine Fortsetzung geben wird, sei die Entscheidung der Eltern. Birgit Timme halte das aber für wahrscheinlich.

Auftrag ist erteilt

Neues zur notwendigen Sanierung im ELZ konnte die Chefin ebenfalls berichten. So sei der erste Auftrag zur Trockenlegung des Außenbereichs mittlerweile erteilt worden. Die Wände müssten freigebaggert und dann mit einer Folie abgedichtet werden. Einen genauen Termin, wann die Arbeiten beginnen sollen, konnte sie aber noch nicht nennen. Aktuell gebe es keine freien Kapazitäten bei den Baufirmen. „Der Innenbereich ist durch den heißen Sommer noch trocken“, sagte Birgit Timme.