Kunrau l Bereits im Februar hatte die Volksstimme vom Landesverwaltungsamt erfahren, dass die von der Stadt Klötze im Jahr 2018 über die Lokale Aktionsgruppe „Rund um den Drömling“ beantragten Fördermittel für das Kunrauer Freibad bewilligt werden. Eine öffentliche Bestätigung seitens der Stadt Klötze blieb seitdem aus. Trotzdem scheint es längst die Runde gemacht zu haben, dass es Fördermittel geben wird. Darauf lässt eine Aussage von Ralf Schumann am Dienstagabend im Kunrauer Ortschaftsrat schließen. Schumann ist Vorsitzender der BUND-Ortsgruppe, die nicht nur gegen die geplante Schweinemastanlage, sondern auch für den Erhalt des Kunrauer Freibades kämpft. „Die Zusage für Fördermittel ist da“, sagte er. „Ist die Planung schon im Gange?“ Im öffentlichen Teil wollte Ortsbürgermeister Uwe Bock dazu aber nichts sagen.

Auf Nachfrage der Volksstimme bestätigte Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels am Donnerstag, dass der Fördermittelbescheid inzwischen eingegangen sei. Die Vorbereitungen zur Sanierung des Kunrauer Freibades hätten begonnen. Warum die Stadt Klötze diese positive Nachricht so lange für sich behielt, wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

Zur Erinnerung: Der Fördermittelantrag der Stadt Klötze umfasste die Installation einer Nahwärmeleitung mit Steuerung sowie eine Anlage zur Erwärmung des Duschwassers durch Solartechnik. Außerdem ist der Einbau eines Beckenliftes geplant. „Damit soll die Attraktivität des Bades erhöht werden“, hieß es vom Landesverwaltungsamt. Durch das wärmere Wasser besteht theoretisch die Möglichkeit, die Badesaison zu verlängern. Es handelt sich um Abwärme aus der örtlichen Biogasanlage, mit der die Stadt Klötze eine vertragliche Kooperation bis 2026 geschlossen habe, wie das Landesverwaltungsamt mitteilte.

Ausgabe von 208.100 Euro

Wann die Maßnahmen im Kunrauer Freibad starten, ist offen. Vom Landesverwaltungsamt hieß es dazu: „Da Baumaßnahmen am Freibad nur außerhalb der Saison möglich sind, ist (...) ein Durchführungszeitraum von September 2020 bis Mai 2021 vorgesehen.

Im städtischen Haushaltsplan wird für die Nahwärmeversorgung im Kunrauer Freiband eine Ausgabe von 208.100 Euro aufgeführt, davon Fördermittel in Höhe von 166.200 Euro und Eigenmittel in Höhe von 41.900 Euro. Für die Erneuerung der Filteranlage, mit der es in der zurückliegenden Saison erneut Probleme gab, wurden außerdem 30.000 Euro eingestellt.