Klötze l Wie viele Lieder die Sängerinnen des Klötzer Frauenchores im Jahr 2017 angestimmt haben, ist nicht bekannt. Doch es müssen zahlreiche gewesen sein. Zu hören waren sie nämlich bei zwei Konzerten und bei neun Auftritten, die zu verschiedenen Anlässen gestaltet wurden. Hinzu kamen noch 33 Probeabende, an denen Lieder eingeübt wurden. Diese Zahlen wurden bei der Jahreshauptversammlung des Chores am Mittwoch in der Klötzer Gaststätte Zum Goldenen Löwen genannt.

Bei der Gelegenheit blickten die Mitglieder der Gruppe nicht nur auf das Jahr 2017 zurück, sondern planten auch schon für die nächsten Monate bis Weihnachten. Viele Termine stehen bereits im Kalender. Nicht fehlen dürfen dabei Klassiker wie das traditionelle Frühlingssingen, zu dem am 15. April in den Klötzer Altmarksaal eingeladen wird. 2017 sei die Veranstaltung, zu der weitere Chöre aus der Region eingeladen waren, von rund 180 Zuhörern verfolgt worden, wie Vorsitzende Carmen Franke bei der Versammlung berichtete. Es sei erfreulich, wenn die Auftritte auf gute Resonanz stoßen würden. „Das ist unsere Motivation zur Durchführung weiterer Veranstaltungen“, sagte Franke.

Bessere Beteiligung gewünscht

Insgesamt, so berichtete die Vorsitzende, gibt es aktuell 17 aktive Sängerinnen im Klötzer Frauenchor. Darüber hinaus unterstützen die Gruppe elf passive und zwei fördernde Mitglieder. Im Vorjahr ist ein Mitglied ausgeschieden. Ausgeglichen wurde das durch eine neue Sängerin, die hinzugestoßen ist. Sie hatte nach dem Frühlingssingen im Vorjahr dem Chor die Treue gehalten. Eigens für den Auftritt war ein Projektchor gegründet worden, mit dem neue Mitglieder zur Verstärkung gewonnen werden sollten.

Einige Punkte, bei denen er noch Möglichkeiten zur Verbesserung sieht, sprach Chorleiter Manfred Lenz in seinem Bericht an. „Wir können eigentlich zufrieden sein“, fasste er zusammen. Der Chor sei immer so gut, wie er es als Leiter umsetze. „Die Beteiligung ist nicht immer prall“, sagte Lenz mit Blick auf die Übungsabende und ergänzte: „X plus 10 wäre schön.“ Wünschen würde er sich manchmal freiere Liedvorträge, so dass die Sängerinnen nach vorne blicken und ihre strahlenden Gesichter an die Zuhörer übertragen können. Den Vorstand lobte er für die gute Führung des Vereins.

Selbstkritische Diskussion

Anschließend entwickelte sich eine lebhafte Diskussion unter den Sängerinnen, bei der auch selbstkritisch die eigene Leistung eingeschätzt wurde. Dass man nicht schlechter geworden sei, fand eine von ihnen. Bei einem Auftritt in Ristedt habe man gute Resonanz erfahren, wie es hieß. Beim Singen sei es wie beim Laufen, wurde ein Vergleich gezogen, einer ziehe den anderen mit. „Wahrscheinlich haben wir die Hosen voll, wenn wir wissen, dass ein anderer guter Chor auftritt“, wurde in der Runde gemutmaßt. Angesprochen wurde ebenfalls das Thema Auswendiglernen. „Bei Liedern, die wir schon seit Jahren singen, müssten wir das hinkriegen“, war sich eine der Sängerinnen sicher. Eine Reserve, die regelmäßige Teilnahme an den Proben zu forcieren, werde ebenfalls gesehen. Im Vorjahr, so wurde erinnert, habe es manchmal „Durststrecken“ gegeben, als nur wenige Sängerinnen erschienen seien. So könne keine Sicherheit entstehen, hieß es. Dass man auch mit vier oder fünf Sängerinnen in der Lage sein müsste, ein Stück durchzusingen, wurde von anderer Seite dagegengehalten.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Wahl des Vorstandes und der Revisionskommission. Diese muss laut Statut jedes Jahr erfolgen. Bei der Abstimmung sprachen die Mitglieder dem bisherigen Vorstand wieder das Vertrauen aus.