Klötze l Der Wunsch der Klötzer Fußballer nach einem Sozialgebäude auf dem Gelände des Geschwister-Scholl-Stadions steht weiter ganz oben auf der Wunschliste. Denn seit mittlerweile elf Jahren müssen sich die Kicker in der Zinnberghalle zu den Punktspielen sowie zum Training umziehen und dann über die Zinnbergstraße in das Stadion gehen. Auch weil dort der Trainingsplatz mit einer Lichtanlage für die dunklen Monate steht.

„Wir haben derzeit zwölf Mannschaften, die im Stadion trainieren und spielen und immer von der Zinnberghalle über die Straße zum Training und zu den Punktspielen gehen müssen“, merkt Klötzes Fußball-Spartenleiter André Dörk an. Darunter sind auch fünf Teams im Kleinfeldbereich. Das betrifft die G-,F-, E- und D-Jugend zu. „Um die Kinder beim Überqueren der Straße, speziell in den dunklen Monaten, trotz der 30-km/h-Zone nicht in Gefahr zu bringen, kommen die Jungen schon in Trainingssachen zu den Übungseinheiten“, betont der Klötzer Fußballchef.

Doch nicht nur die Aktiven vom VfB Klötze und der Gästeteams müssen den Weg über die Straße gehen. Auch die Eltern und Zuschauer, die zu den Heimspielen in das Scholl-Stadion kommen, machen diesen Fußweg. So für den Toilettengang, denn auch der Sanitärtrakt befindet sich in der Zinnberghalle.

Spartenleiter André Dörk hatte vor vier Jahren mal gesagt, dass das Sozialgebäude im Stadion in zehn Jahren steht. Sechs Jahre habe ich noch“, betont der Fußballchef mit einem Lächeln.

Nicht nur wegen des fehlenden Toilettentrakts und der Umkleidekabinen sowie der ständigen Straßenüberquerung für alle Kicker der insgesamt zwölf Teams benötigen die Klötzer Fußballer ein Sozialgebäude. Auch weil die Trainer für ihre jeweiligen Mannschaften keinen Raum haben, wo sie ihre Trainingsmaterialien und andere Dinge lagern können.

Klötzer Unternehmer unterstützen den Neubau

André Dörk hat aus diesem Grund im Vorjahr einen Container besorgt, wo die Trainingsmaterialien im Stadion lagern können. Doch das ist kein Dauerzustand, weil der mobile Raum nicht beheizt werden kann.

Dem Spartenleiter ist bewusst, dass die Stadt die Kosten für einen neuen Sozialgebäudeneubau nicht allein stemmen kann. „Wir haben in den vergangenen Monaten schon einige Gespräche mit zahlreichen Unternehmern in Klötze geführt. Sie würden uns auch beim Neubau unter die Arme greifen. Doch der Stadt gehört Grund und Boden im Stadion“, merkt der Fußballchef an.

Auch VfB-Präsident Stefan Lietze hat den notwendigen Neubau im Geschwister-Scholl-Stadion im Kopf. Doch für ihn zählt aktuell, dass die Kraftsportler ihren seit Langem geplanten Anbau in der Zinnberghalle erhalten und dass endlich die Hegefeldhalle saniert wird. Ist das geschehen, hat sich der Vereinsvorstand den Bau des Sozialgebäudes auf die Fahnen geschrieben. Lietze hat das für 2022/23 im Visier. Zwar liegen noch keine konkreten Pläne, was den finanziellen Umfang des neuen Sozialgebäude mit einem Versammlungs- und Büroraum, mehreren Umkleideräumen sowie Toiletten für Innen und den Zuschauern vor. Dennoch hat André Dörk schon einen Wunsch, wie das neue Vereinsgebäude zwischen dem Haupt- und Flutlichtplatz im Stadion aussehen könnte. „Mein Wunsch wäre, dass die Fenster und das Dach in grün, wie die Vereinsfarben sind“, schaut der Spartenleiter in die Zukunft.

Wie er weiter ergänzt, sollte die Immobile auch ein Büro enthalten. Denn so etwas fehlt den Kickern momentan auch noch. Und wenn alles gut läuft, könnte auch der Seniorentreff des VfB von der ehemaligen Feuerwache in das neue Vereinsheim mit einziehen. Denn der gegenwärtige Treffpunkt ist nicht barrierefrei.

Zwei Anläufe hatte der VfB-Vorstand in der Vergangenheit mit dem Bau des neuen Vereinsgebäudes schon gemacht. Doch die Fördermittel aus dem Fond der europäischen Union wurden beide Male komplett gestrichen. Dann sind alle guten Ding drei und der erneute Versuch des Neubaus sollte mit Hilfe der Stadtverwaltung auch klappen.