Liegengebliebener Müll

Gelbe Säcke: Bürger in Klötze ärgern sich schwarz

Gelbe Säcke aus solchen Boxen werden vom Entsorger aus versicherungstechnischen Gründen nicht entnommen. Foto: Markus Schulze

Markus Schulze

Klötze Wegen der Gelben Säcke ärgern sich die Bürger schwarz. Bei der jüngsten Abfuhr waren erneut einige Gelbe Säcke liegen geblieben. Grund ist, dass der Entsorger manche Straßen nicht anfährt, etwa, weil es eine Tonnagebegrenzung gibt. Beschwerden kamen unter anderem aus Steimke (Volksstimme berichtete). Die Gelben Säcke wurden dort ausnahmsweise von der Stadtwirtschaft eingesammelt und an einer zentral gelegenen Stelle abgeladen.

Genau darauf kam Thomas Mann (CDU) im Stadtrat zu sprechen. Er hatte das Szenario auch in Kusey beobachtet und wollte wissen, ob der Mehraufwand dem Entsorger in Rechnung gestellt werde. „Nein, dafür bekommen wir kein Geld“, antwortete Hauptamtsleiter Matthias Reps. Der Entsorger sei aber um Stellungnahme gebeten worden. Dabei gehe es auch um die Frage, warum Gelbe Säcke, platziert in Gitterboxen, nicht mitgenommen worden seien. Diese Gitterboxen werden vor allem von Betrieben genutzt. Reps vermutete, dass dies mit dem Arbeitsschutz zusammenhänge. Bislang, so sagte er, hülle sich der Entsorger aber in Schweigen. Außerdem stehe die Stadt Klötze zu dem Thema mit dem Altmarkkreis Salzwedel in Verbindung.

Wege bekommen Zusatz-Schilder

Der erinnerte gestern in einer Pressemitteilung (siehe auch Seite 14) an den Versuch, mit dem Entsorger bürgerfreundliche Lösungen zu finden. „Leider sind diese teilweise noch ergebnisoffen.“ Zusammen mit den Kommunen solle entschieden werden, ob und wo Sammelstellen eingerichtet werden. Weiterhin habe der Entsorger mitgeteilt, dass seine Mitarbeiter aus versicherungsrechtlichen Gründen keine Gelben Säcke aus Behältnissen, „egal welcher Art“, entnähmen. Die Bürger werden gebeten, ihre Gelben Säcke vor Windeinflüssen und Tierbiss zu schützen und sich zu erkundigen, was überhaupt in den Gelben Sack getan werden darf. „Bei Fehlbefüllungen werden die Säcke zukünftig nicht entsorgt“, warnt der Kreis.

Derweil kündigte Matthias Reps im Gespräch mit der Volksstimme an, dass Straßen, die bislang für Lkw gesperrt sind, mit einer zusätzlichen Beschilderung versehen werden sollen, beispielsweise mit der Aufschrift „Anlieger frei“ oder auch „für Ver- und Entsorgung frei“. Dann hätte der Entsorger freie Fahrt und keine Ausrede mehr.