Klötze l Passender hätte das Krippenspiel am Heiligabend in der bis auf den letzten Platz gefüllten Klötzer Kirche nicht sein können. Denn die Aufführung des Stückes „Vom Engel, der nicht mitsingen wollte“ war genau auf die Andacht von Pfarrer Klaus Pacholik zugeschnitten. Pfarrersfrau Christel Backs-Pacholik führte Regie nach der Bearbeitung aus dem Stück „Weihnachtsspiele aus Hamminkeln“ von Brigitte Messerschmidt. Und das kam bei den Gottesdienstbesuchern gut an. Insgesamt schlüpften 18 Mädchen und Jungen (siehe Infokasten) in die Rollen des historischen und doch aktuellen Themenstückes.

Auch am Heilig Abend war kein Frieden

Dabei kann ein Engel im himmlischen Chor nicht mehr weitersingen, als er merkt, was er singt – nämlich von Frieden auf Erden – das so nicht stimmt. Die römischen Soldaten herrschen im Land. Sie schicken Menschen auf gefährliche Wege, um der Volkszählung willen. Selbst die schwangere Maria und ihr Mann Josef müssen sich auf den Weg von Nazareth nach Bethlehem machen. Gewalt und Krieg stehen auch am Heiligen Abend auf der Tagesordnung.

Da bekommen die Engel einen neuen Auftrag. Sie werden nicht mehr singen, sie gehen zu den Leuten und werden sich einmischen und helfen, dass die Menschen sich wieder verstehen. Die Engel decken die Lügen auf und sprechen für die Schwachen auf dieser Welt. Und so finden die Hirten als erste zu dem Kind Jesus im Stall, das den Frieden auf diese Erde bringen wird. Gott selbst kommt auch zur Erde. Seit damals sind die Friedensengel bis heute unterwegs. Oft sind sie gar nicht als Engel zu erkennen, aber sie sorgen dafür, dass Menschen für den Frieden eintreten und ihn immer wieder suchen. Der Frieden gilt allen Personen, und die Sehnsucht danach soll in unseren Herzen bleiben. Das war die Botschaft die Kinder bei ihrem Spiel im Klötzer Gotteshaus.

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Auch Pfarrer Klaus Pacholik ging während seiner Andacht, die mit bekannten Weihnachtsliedern umrahmt wurde, auf den Weltfrieden ein. „Der Weltfrieden ist eine Herzensangelegenheit, aber harte Arbeit. Generell gibt es gegenwärtig mehr Streit als Frieden auf der Welt“, predigte der Geistliche.