Klötze l In drei kleinen Blechdosen schlummerten die Foto-Schätze über viele Jahre. Oder waren es Jahrzehnte? Das weiß wohl keiner so genau. Auch die Klötzer Ortschronisten Bernd Granzow und Reinhard Wegner können nicht sagen, wann die Fotos geschossen wurden. Zwar sind die handlichen Film-Döschen aus DDR-Produktion mit einem Datum versehen. Doch sind es die Original-Verpackungen, in denen die meterlangen Filmrollen schon beim Kauf steckten? Das ist unklar. Ebenso, wer die Bilder einst mit der Kamera aufgenommen hat.

Vor ihrer Wiederentdeckung lagen die Behälter in einem Karton, der zum Bestand des Klötzer Archivs gehört. Um die Fotos von den 35-Millimeter-Rollen sichtbar zu machen, wurden sie nun digitalisiert, wie die Ortschronisten erklären. Nun können sie bequem am Computer angeschaut werden, was sehr viel Spaß macht. Klickt man sich durch die Bilder, ist das eine Zeitreise in das Klötze von früher. Auch wenn nicht genau bekannt ist, wann die Fotos entstanden sind, so verrät ein Blick auf die rund 150 Aufnahmen sofort: Hier wurden Szenen aus dem DDR-Alltag auf Film gebannt. Trabant, Wartburg und Ikarus-Busse sind auf den Straßen unterwegs. An manchen öffentlichen Gebäuden sind sozialistische Losungen zu lesen.

Was beim Betrachten ebenfalls auffällt: Das Klötzer Stadtbild hat sich im Laufe der Jahrzehnte zum Teil deutlich gewandelt. Mancherorts sind Gebäude verschwunden oder neue errichtet worden. Heute wachsen Bäume und Büsche, wo es früher freie Flächen gab.

Bilder

Wissen Sie, liebe Leserinnen und Leser, wo in der Purnitzstadt die einzelnen Motive damals entstanden sind? Das fragt die Volksstimme in der neuen Serie „Klötze in Bildern – damals und heute“, die in Zusammenarbeit mit den Ortschronisten entstanden ist. Heute, im 1. Teil, wird nach einer Straße gesucht (siehe Foto unten), die eigentlich jeder Klötzer kennen dürfte. Tagsüber herrscht dort an den Wochentagen reger Betrieb. Anders als auf dem Schwarz-Weiß-Foto von damals, wo nur ein Auto mit Hänger im Schlepptau über das Pflaster holpert.

Wer hat persönliche Fundstücke?

Doch auch sonst hat sich im Laufe der Zeit einiges verändert. Wissen Sie vielleicht, was? Welche Erinnerungen haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie das Foto sehen? Was haben Sie dort erlebt? Erkennen Sie sich vielleicht auf einem der Bilder wieder? Oder wissen Sie, wann die Fotos entstanden sein könnten oder wer sie einst geknipst hat?

Schreiben Sie uns gern eine Postkarte mit dem gesuchten Straßennamen und – wer mag – mit Ihren ganz persönlichen Erinnerungen. Das Ganze geht an die Klötzer Volksstimme in der Hagenstraße 4 a, 38486 Klötze. Sollten Sie keine Briefmarke zur Hand haben, können Sie auch eine E-Mail an redaktion.kloetze@volksstimme.de senden. Einsendeschluss ist am Mittwoch, 22. Januar, das Stichwort lautet jeweils „Foto-Serie“. Unter allen Teilnehmern mit der richtigen Lösung wird am Jahresende ein Preis verlost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Auflösung des 1. Teils erscheint in einer Woche. Dann zeigen wir, wie es in der gesuchten Straße heute aussieht. Auch die persönlichen Erinnerungen sollen abgedruckt werden. Viel Spaß beim Rätseln.