Klötze l Was einst Pfarrer Kneipp im 19. Jahrhundert an Lehren für ein gesundes Immunsystem aufstellte, ist in der Kindertagesstätte Spatzennest in Klötze heute noch aktuell. „2013 haben wir mit dem Kneipp-Projekt angefangen“, erinnerte Kita-Leiterin Caroline Hübner.

Das ganze Jahr über beschäftigen sich die Kinder im Spatzennest immer mal wieder mit dem „Kneippen“, „kneippangelehnt“, wie Caroline Hübner es ausdrückt. Vierteljährlich steht sogar jeweils eine komplette Kneipp-Woche auf dem Programm. Dabei kommen regelmäßig die fünf Grundprinzipien der Kneippschen Lehre zum Tragen. Sogar die jüngsten Kinder machen dabei mit.

„Am Montag beschäftigten sich die Kinder mit einem Kneipp-Lied“, berichtete Caroline Hübner. In den folgenden Tagen standen und stehen Armbäder auf dem Programm, ein gesundes Frühstück, Bürstenmassagen und ein Ausflug bei viel frischer Luft. Bei allen Punkten wechseln sich die einzelnen Gruppen ab.

Am gestrigen Donnerstag war die Bienchen-Gruppe mit Armbädern an der Reihe. „Dafür nehmen wir Pflanzkästen, in die 30 Sekunden lang die Arme getaucht werden“, erklärte die Kita-Chefin. Die Zeitspanne wird laut abgezählt. Danach schütteln die Kinder ihre nassen Ärmchen zum Trocknen, wobei das Verdunsten, wie im Physikunterricht gelernt, eine zusätzliche Erfrischung bietet.

Mutige liefen mit verbundenen Augen

Für die Eulen-Gruppe war Tasten angesagt. Die Kinder liefen durch vier Kisten. Sie sollten Tannenzapfen erkennen, Tannennadeln, Steine und Mais. Die Mutigen liefen sogar mit verbundenen Augen durch die Kisten.

Yoga und ein Yoga-Lied waren für die Schmetterlingsgruppe angesagt.

„Wichtige Dinge zur Stärkung der Immunabwehr machen wir laufend“, betonte Caroline Hübner. Dazu zählt sie, draußen an der frischen Luft zu spielen, autogenes Training am offenen Fenster, Fuß- und Armübungen und anderes. Nur die Kleinsten können noch nicht bei allen Übungen mitmachen.