Quarnebeck l Seit 1991 gibt es die Jagdgenossenschaft Quarnebeck. Von Anfang an war Harald Schulz der Vorsitzende. Doch bei der 27. Jahreshauptversammlung im Saal räumte er den Posten. Die Stimmung war prächtig. Aber in dem Moment lag Wehmut in der Luft.

Da lag es nahe, dass Pächtersprecher Horst Kamieth und die vielen anderen Anwesenden nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen wollten. Vielmehr wurden die großen Verdienste von Harald Schulz, der einen Präsentkorb bekam, in den höchsten Tönen gewürdigt. „Wir können hier jedes Jahr dieses tolle Fest feiern, weil Harald in den 1980ern die Ärmel hochgekrempelt und die Weichen dafür gestellt hat, dass der Saal nicht zusammenkracht“, erinnerte Kamieth.

Großes Engagement

Dieser Enthusiasmus habe sich auf die nachfolgenden Generationen übertragen, sodass den Quarnebeckern ihr Saal noch heute sehr am Herzen liegt.

Überhaupt, so lobte Kamieth, sei Harald Schulz die gute Seele des Dorfes. „Wir wissen alle, was wir an ihm haben.“ So setze sich der lebenslustige Senior für alles und jeden ein, sei es der Ortschaftsrat, der Heimatverein, die Feuerwehr, der Schützenverein, die Rentnergruppe oder die Jäger. „Harald hat für jeden ein freundliches Wort“, betonte Kamieth und scherzte: „Gott sei Dank hat er einen Sprachfehler. Er kann nämlich nicht nein sagen.“

Neuwahl des Vorstands

Ortsbürgermeister Marco Wille pflichtete der Laudatio von Kamieth bei und schlug vor, dass Harald Schulz in Anerkennung seiner Leistungen zum Ehrenmitglied und -vorstand der Jagdgenossenschaft erklärt wird. Tosender Beifall brandete auf. Zustimmung allenthalben.

Durch das Ausscheiden von Harald Schulz aus dem Vorstand musste nachgewählt werden. Auf einstimmigem Beschluss sind Reinhard Meyer und Carsten Schulz neu dabei. Wie Horst Kamieth ankündigte, würden die Ämter demnächst bei einer konstituierenden Sitzung verteilt. Und 2019 stehe die turnusmäßige Neuwahl des Vorstands an. Hatten sich die Teilnehmer zu Beginn der Jahreshauptversammlung leckeren Rothirschgulasch mit Kartoffeln und Rotkohl schmecken lassen, so ging das gemütliche Beisammensein im Anschluss an den offiziellen Teil, zu dem noch der Bericht der Jägerschaft von Horst Kamieth gehörte, weiter.